Poröser Ringspaltmörtel im Schildvortrieb

Prüfverfahren zur Bewertung der Dauerhaftigkeit unter Sulfateinfluss

Bislang werden Tübbingtunnel in Mittelgebirgsformationen einschalig und druckdicht ausgeführt, wobei die Abdichtung durch Elastomer-Dichtrahmenprofile erfolgt. Die technische Anwendungsgrenze dieser Bauweise liegt bei etwa 5 bar. Bei darüber hinaus gehendem Wasserdruck ist eine wesentlich aufwändigere – und damit teurere – zweischalige Konstruktion mit einer zusätzlichen Dränageschicht zwischen Innen- und Außenschale erforderlich. In jüngerer Vergangenheit wird vermehrt die Ausführung einer Dränageschicht beim maschinellem Tunnelvortrieb und Tübbingausbau mittels eines wasserdurchlässigen Materials für die Ringspaltverpressung in der Fachwelt diskutiert, wodurch der Einbau einer zusätzlichen Innenschale mit Dränageschicht zwischen Innen- und Außenschale dann nicht mehr erforderlich wäre.

Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse und Schlussfolgerungen hinsichtlich der Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit eines zementgebundenen, porösen Ringspaltmaterials dargestellt, die im Rahmen einer Master-Thesis am Lehrstuhl für Tunnelbau, Leitungsbau und Baubetrieb der Ruhr-Universität Bochum bearbeitet wurden. Für die dargestellten Versuche wurden zylinderförmige, poröse Prüfkubaturen (d = 10 cm, l = 30 cm) aus Zementleim hergestellt und nach Aushärtung verwendet.

Als Fazit kann bereits vorab konstatiert werden, dass die bestehenden Prüfverfahren nicht geeignet sind, die...

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