Herzlichen Glückwunsch zum Dreißigsten!
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Dr.-Ing. Roland Leucker |
Ein Prosit auf das Geburtstagskind! Vor 30 Jahren erschien die Zeitschrift tunnel zum ersten Mal.
Auch wenn manch einer nach 30 Jahren Berufstätigkeit schon mal seine Gedanken auf den Ruhestand richtet – zum „Alten Eisen“ gehört man deshalb nicht. Im Gegenteil: die zahlreichen Erfahrungen machen so jemanden wertvoll für ein Unternehmen. Und das gilt im übertragenen Sinn auch für die Zeitschrift tunnel.
Vieles wurde in der Vergangenheit über Tunnelbau berichtet, doch längst ist nicht alles erzählt. In den ersten Jahren, in denen tunnel laufen gelernt hat, standen sicher andere Themen auf der Tagesordnung als heute. So hat sich beispielsweise der maschinelle Tunnelvortrieb in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Und dabei konnten zahlreiche Erfahrungen gesammelt werden.
Aufgabe einer Fachzeitschrift ist es, die Erfahrungen, die an den unterschiedlichsten Stellen gemacht wurden, zu verbreiten und zur Nutzung in neuen Projekten zur Verfügung zu stellen. Und das ist tunnel in der Vergangenheit exzellent gelungen.
Das Konzept der von Anfang an zweisprachig gestalteten Zeitschrift ist unverändert richtig: das Angebot eines nationalen und internationalen Forums zum Erfahrungs- und Ideenaustausch für Planung, Ausschreibung, Vergabe, Finanzierung, Bau und Betrieb unterirdischer Anlagen für Verkehr, Ver- und Entsorgung, Wirtschaft und Freizeit. Dass dabei bevorzugt Praktiker zu Wort kommen und so für den Erfahrungsaustausch unter Kollegen sorgen, ist mit ein Erfolgsfaktor von tunnel.
Auch wenn durch die Berichterstattung in tunnel viel erreicht wurde, bleibt noch viel zu tun. Zwar werden immer neue Rekorde verzeichnet – Tunnel werden noch länger, liegen noch tiefer und haben noch größere Durchmesser – doch die Physik setzt gewisse Grenzen, auch wenn das in der Öffentlichkeit gerne übersehen wird. Hier sind weiterhin gute Ideen von Ingenieuren gefragt; und von diesen gilt es zu berichten.
Aber auch neue Themen müssen angegangen werden: Die Akzeptanzprobleme bei Großprojekten wie Stuttgart 21 zeigen, dass nicht alleine technische Herausforderungen zu bewältigen sind. Auch die Finanzierbarkeit von neuen Tunneln in Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel fordert kreative Ideen. Zudem wird das Thema „Energie“ zunehmend wichtiger und so gewinnt der wirtschaftliche Betrieb von Tunneln mehr und mehr an Bedeutung. Themen gibt es also auch in Zukunft genügend.
Ich wünsche der Redaktion und dem tunnel-Team, dass sie sich auch in den kommenden Jahren ihren Enthusiasmus erhalten, damit die Zeitschrift auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Wissenstransfer auf nationaler sowie europäischer und globaler Ebene leisten kann.
Ein herzliches Glückauf!
Ihr Dr.-Ing. Roland Leucker
Geschäftsführer der
STUDIENGESELLSCHAFT
für unterirdische Verkehrsanlagen e.V.



