STUVA-Nachrichten

Prof. Dr.-Ing. Alfred Haack 70 Jahre
Im Oktober 2010 feierte Prof. Dr.-Ing. Alfred Haack seinen 70. Geburtstag. Untrennbar mit seinem Namen verbunden ist die Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen. Prof. Haack nahm seine Tätigkeit für die STUVA 1967 auf, war seit 1977 Geschäftsführer und von 1995 bis 2007 geschäftsführendes Vorstandsmitglied (Bild 1).
 
Ob er bereits mit diesem Elan auf die Welt gekommen ist, wissen wir nicht, aber 70 Jahre Haack bedeuten auch 43 Jahre unermüdlichen Einsatz für die STUVA; seit mittlerweile fast 3 Jahren aus dem Ruhestand heraus als freiberuflicher Mitarbeiter. Im Laufe der letzten Jahre wurde über die wichtigsten Stationen seiner beruflichen Laufbahn an verschiedenen Stellen und zu verschiedenen Gelegenheiten ausführlich berichtet. So z. B. zu seinem 60. Geburtstag in tunnel 7/2000, zu seinem 65. Geburtstag in tunnel 7/2005, anlässlich seiner 40-jährigen Dienstzeit in tunnel 3/2007. Ein Sonderheft mit Anekdoten und kleinen Geschichten wurde anlässlich seiner Verabschiedung 2007 herausgegeben und zeigt Haack einmal von der etwas privateren Seite. Ebenfalls zu diesem Anlass erschien in tunnel 1/2008 ein Bericht mit dem Titel „Eine Ära geht zu Ende“. Das mag sich der Autor als logische Schlussfolgerung wegen der Niederlegung seiner Ämter überlegt haben. Bewahrheitet hat es sich nicht. Alfred Haack ist weiterhin unermüdlich im Einsatz und eigentlich war allen, die ihn wirklich kennen, klar, dass sich dieser Mann nicht auf bloßen „Ruhestand“ reduzieren lässt. Obwohl die Leitung der STUVA Dr.-Ing. Roland Leucker als neuer Geschäftsführer übernommen hat, bleibt für Haack zu dessen Unterstützung noch ausreichend zu tun. Das über Jahrzehnte angehäufte Wissen wird rund um den Globus weiterhin eingesetzt und nachgefragt. Weitaus häufiger ist Alfred Haack heutzutage jedoch damit beschäftigt, sein Wissen in Seminaren oder Vorträgen zu verbreiten. Aus aller Welt erreichen ihn Einladungen und immer ist er bestrebt, dass auch alle Anwesenden Kenntnis über die neuesten Aktivitäten der STUVA erhalten.
 
Der Vorstand und das STUVA-/STUVAtec-Team gratulieren Prof. Haack von ganzem Herzen zu diesem runden Geburtstag und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin einen „guten Wirkungsgrad“.
 
Dr.-Ing. Helmut Grossmann 65 Jahre
Dr.-Ing. Helmut Grossmann verabschiedete sich in diesem Jahr nach 20 Jahren Mitarbeit bei der STUVA in den Ruhestand. Er beendete sein Bauingenieursstudium an der TU Hannover im Juli 1971 und war anschließend bis 1975 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrswirtschaft, Straßenwesen und Städtebau der TU Hannover. 1977 promovierte er dort mit einer Arbeit zum Thema „Einfluss von P+R-Anlagen auf die Verkehrsaufteilung und zweckmäßige Lage von P+R-Plätzen“. Nach einem Referendariat bei der Stadt Hannover im Bereich Stadtbauwesen/Stadtbahnen legte er die Große Staatsprüfung ab und darf sich seit 1978 Assessor des Baufachs nennen. 1978 bis 1982 war er Leiter des Bauamtes der Stadt Rinteln. Anschließend wechselte er ins Baudezernat der Stadt Jülich und war dort bis 1990 als Technischer Beigeordneter tätig (Bild 2).
 
Am 1. September 1990 nahm er seine Tätigkeit bei der STUVA auf. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen hier in den Bereichen „Barrierefreier ÖPNV“ und rechtliche Fragestellungen sowie Kosten- und Wirtschaftlichkeitsaspekte im ÖPNV. Hierzu hat Dr. Grossmann zahlreiche Forschungsvorhaben, Gutachten und Veröffentlichungen verfasst: z. B. war er maßgeblich an der Entstehung des Buches der Blauen VDV-Buchreihe „Barrierefreier ÖPNV in Deutschland“ beteiligt, das von der STUVA bearbeitet wurde.
 
Dr. Grossmann engagiert sich auch nach dem Ende seiner Berufstätigkeit für die vorgenannten Themen und ist als freier Mitarbeiter weiterhin beratend für die STUVA tätig. Aktuell war er z. B. als Mitautor an dem soeben erschienen Blauen Buch "Nachhaltiger Nahverkehr – Beiträge des ÖPNV zum Umwelt- und Klimaschutz" beteiligt. Weiterhin bringt er seine Kompetenz in wichtige Arbeitsgruppen und Normungsgremien ein, in denen insbesondere Empfehlungen und Standards für die (weitreichend) barrierefreie Gestaltung der Infrastruktur erarbeitet werden (u. a. aktuell: "FGSV-HBVA - Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen" und "DIN 18070: Barrierefreies Bauen - Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum"). Dr. Grossmann ist Mitglied in der Arbeitsgruppe „Barrierefreie Umweltgestaltung“ der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und zählt auch zu den Gründungsmitgliedern des Arbeitskreises 2.5.3 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): „Barrierefreie Verkehrsanlagen“. Er ist Mitglied im „Europäischen Institut Design für Alle“ (EDAD). Als sein Nachfolger für den Geschäftsbereich ÖPNV ist seit 2009 Dipl.-Ing. Dirk Boenke bei der STUVA tätig.
 
STUVA-Vorstand und Geschäftsführung danken Dr. Grossmann für das langjährige Engagement für die STUVA und wünschen ihm für die neu begonnene Phase seines persönlichen wie beruflichen Lebens alles Gute, Gesundheit und Erfolg.
 
Prof. Dipl.-Ing. Manfred Bandmann im Ruhestand
Professor Dipl.-Ing. Manfred Bandmann verabschiedete sich im Oktober 2010 aus seiner aktiven Arbeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der BG Bau in den Ruhestand. Von 2001 bis 2009 war er parallel zu seiner hauptamtlichen Tätigkeit im wissenschaftlichen Beirat und im Vorstand der STUVA tätig. Anlässlich seines Ausscheidens wurde Prof. Bandmann im November 2009 zum Ehrenmitglied der STUVA ernannt. Diese Ernennung ist Ausdruck des Dankes für langjähriges und erfolgreiches Wirken für die STUVA. Professor Bandmann hat sich bei seiner Tätigkeit für die STUVA vor allem um die Belange der Arbeitssicherheit im Unterirdischen Bauen große Verdienste erworben. Viele aktuelle diesbezügliche Forschungsprojekte wurden von ihm initiiert und mit Unterstützung der BG Bau von der STUVA durchgeführt.
 
Auch bei der weltweiten Tätigkeit in der International Tunnelling and Underground Space Association (ITA) sowie bei mehreren großen EU-Projekten hat Professor Bandmann die STUVA-Arbeit tatkräftig gefördert. Nicht zuletzt durch sein Wirken hat die Arbeitssicherheit den ihr gebührenden hohen Stellenwert im unterirdischen Bauen gewonnen. Dadurch hat er zum Schutz von Leben und Gesundheit der Beschäftigten wesentlich beigetragen. In zahlreichen Vorträgen auf STUVA-Tagungen und ITA-Kongressen sowie in Broschüren und Publikationen hat er die gewonnenen Erkenntnisse verbreitet und dadurch die Umsetzung in die baubetriebliche Praxis vorangetrieben.
 
STUVA-Vorstand und Geschäftsführung wünschen Professor Bandmann für seinen neuen Lebensabschnitt Gesundheit, persönliches Glück und alles Gute.
 
Neuer Sonderforschungsbereich „Interaktionsmodelle für den maschinellen Tunnelbau“ an der Ruhr-Universität Bochum – Mitwirkung STUVA im Wissenschaftlichen Fachbeirat
Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurde ein Sonderforschungsbereich zum Thema "Interaktionsmodelle für den maschinellen Tunnelbau" an der Ruhr-Universität Bochum eingerichtet. In diesem Verbundforschungsprojekt, das insgesamt 14 Forschungsprojekte umfasst und für 12 Jahre ausgelegt ist, werden Auswirkungen des Tunnelbaus auf die Umgebung und die Auswirkungen der geologischen Verhältnisse bzw. vorhandenen Infrastruktur auf den Tunnelvortriebsprozess im Modell erarbeitet. Mögliche Gefährdungen der Bebauung sollen damit bereits im Vorfeld zuverlässig erkannt werden Ziel ist es, die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Tunnelbau zu erhöhen.

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