Österreich – Tunnelanschlag beim Projekt Lückenschluss Ybbs–Amstetten
Mit dem Tunnelanschlag des 2,2 km langen zweigleisigen Burgstaller Tunnels beim Projekt Lückenschluss Ybbs–Amstetten wurde am 28. August 2009 ein weiterer Meilenstein für den Ausbau der viergleisigen Westbahn in Angriff genommen. Dieser insgesamt 16,7 km lange Abschnitt wird an bereits fertig gestellte Teile der viergleisigen Westbahn anschließen. Die Bestandsstrecke zwischen Ybbs an der Donau und Amstetten wird durch 2 neue Gleise (250 km/h) ergänzt und die bestehenden Gleise werden auf Hochleistungsstreckenniveau gebracht. Die neue Strecke verläuft von Ybbs aus südlich der Bestandsstrecke, quert im Burgstaller Tunnel die Westbahn und die Westautobahn nach Norden und dann bis Amstetten nördlich der Bestandsstrecke.
Beim Bau des 2200 m langen Burgstaller Tunnels werden wegen der unterschiedlichen Bodenverhältnisse 3 verschiedene Bauweisen angewendet: Deckelbauweise, bergmännische Bauweise im Bagger- und Sprengvortrieb (Spritzbetonbauweise) und offene Bauweise. Die Teilinbetriebnahme dieses wichtigen Lückenschlussprojektes sowie auch die Fertigstellung der Neubaustecke Wien–St. Pölten und der daran schließenden Verbindung der West-, Süd- und Donauländebahn in Wien mit dem 6,6 km langen Lainzer Tunnel sind für Dezember 2012 vorgesehen. Die Gesamtinbetriebnahme für den Lückenschluss Ybbs–Amstetten im Rahmen des Ausbaus zur viergleisigen Westbahn ist für 2014 vorgesehen.
G. B.


