Deutschland/Katar

15 Tunnelbohrmaschinen für neues Metrosystem in Doha

Der Staat Katar verfolgt eine ambitionierte Zukunftsvision, die dem Land bis zum Jahr 2030 höchste Lebensstandards verschaffen soll. Einen wichtigen Baustein dazu bildet eine moderne Verkehrsinfrastruktur: Die vom Stau geplagte Hauptstadt Doha soll ein komplett neues Metrosystem erhalten. Für den Ausbau des ersten Teilabschnitts wurde das Unternehmen Herrenknecht mit der Lieferung von 15 Erddruckschild-Tunnelbohrmaschinen beauftragt. Ende Februar nahm der Transportminister des Staates Katar, Jassim Saif Ahmed Al Sulaiti, mit seiner Delegation die erste einsatzbereite Maschine im Herrenknecht Werk in Schwanau in Augenschein. Der Delegation gehörten Vertreter des Bauherrn Qatar Rail und des Joint Ventures QDVC / GS Engineering & Construction / Al Darwish Engineering, das mit dem Bau des Metro Abschnitts Red Line South beauftragt ist, sowie ein Vertreter der Botschaft von Katar an; zu Gast während der Visite war auch der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Die Erddruckschilde Lehwaila und Al Wakra mit einem Durchmesser von 7050 mm und einem Schneidradantrieb von 1280 kW wurden von dem Joint Venture in Auftrag gegeben. Die „Red Line“ wird nicht nur den Großteil des nationalen Verkehrs aufnehmen und die wichtigsten Stadien der Fußball-WM 2022 verbinden. Als zentrale Linie verbindet sie auch die Innenstadt mit dem Flughafen sowie dem Westbay Central. Bis zum Jahr 2019 sollen die 15 Tunnelbohrmaschinen für die Red Line South, die Red Line North sowie die Green Line rund 90 km Tunnel durch den Kalkstein unter Doha auffahren. Weitere Planungen sehen bis 2026 die Fertigstellung eines zweiten Abschnittes vor. Dann soll die Metro mit vier Linien und knapp 100 Stationen die Wohn- und Geschäftszentren der Hauptstadt untereinander und mit den Außenbezirken verbinden.

Während seines Besuchs unterstrich Minister Al Sulaiti die Bedeutung dieses Projektes: „Katars Hoffnungen und Ambitionen spiegeln sich in der Qatar National Vision 2030. Eines der wichtigsten Elemente, diese umzusetzen, ist die Infrastruktur unseres Landes. Daher haben wir umfangreiche Ressourcen und ein großzügiges Budget bereitgestellt, um Katars Infrastruktur zu erneuern. Dazu gehört das Metro Projekt der Qatar Rail.“

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