Großprojekt Stuttgart–Ulm: Die Tunnel des Albaufstiegs – Bauverfahren und vertragliche ­Besonderheiten

Für die drei Tunnel des Albaufstiegs sind 28,7 km eingleisige Röhren aufzufahren. Zusammen mit einer komplexen Brückenkonstruktion werden sie den 15,77 km langen Albaufstieg des anspruchsvollen deutschen Großprojekts Stuttgart–Ulm bilden. Der Beitrag geht auf die Baumethoden und vertraglichen Aspekte ein.

Der Albaufstieg

Der Albaufstieg verbindet den vom Neckar her nur leicht ansteigenden Bereich des Albvorlands mit der Albhochfläche. Der gesamte Baubereich ­„Albaufstieg“ überwindet im Wesentlichen in Tunnellage 326 Höhenmeter auf einer Länge von 15,77 km. Von Nordwest nach Südost verläuft die Trasse zunächst als kurze Rampe mit 31 ‰ in offener Lage und über eine Eisenbahnüberführung bis zum Portal des Boßlertunnel (Bild 1). Die Trassenführung der beiden Gleise weitet sich dabei auf den Achsabstand von 30 m für die Erstellung von zwei Einzelröhrentunneln auf.

Der 8.806 m lange Boßlertunnel...

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