Steinbühltunnel:Karst und andere Besonderheiten

Der 4,8 km lange Steinbühltunnel, der in Spritzbetonbauweise herzustellende Teil des Albaufstiegs auf der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm, wird noch in diesem Jahr den Durchschlag seiner Hauptvortriebe erleben. Über die tunnelbautechnischen Besonderheiten in diesem Abschnitt kann nach 86 % vorgetriebener Strecke berichtet werden (Stand: Juni 2015). Es wird das Konzept der Umluftbewetterung vorgestellt sowie die Erfahrungen mit dem Phänomen Karst und der Karsterkundung beschrieben. Durch das schnellere Vorankommen der Vortriebsarbeiten kann die Ausführung der Innenschale vorgezogen werden. Im Rahmen dieser Optimierung wurde für die vorbereitende Planung die Last Planner Methode, ein Element des Lean Managements im Bauwesen, angewendet.

1     Einleitung

Der Albaufstieg, Planfeststellungsabschnitt 2.2 zählt mit seinen 15,77 km Länge zum Herzstück der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Mit den zwei jeweils 8,8 km langen Röhren des Boßlertunnels, der 485 m langen Filstalbrücke und dem 4,8 km langen, zweiröhrigen Steinbühltunnel werden ca. 300 Höhenmeter überwunden. Während sich die Trasse aktuell über Umwege die Alb hinauf windet, wird die zukünftige Strecke eine Fahrtzeit von lediglich vier Minuten in Anspruch nehmen. Damit trägt der Abschnitt Albaufstieg zwischen Aichelberg und Hohenstadt wesentlich zu einer Halbierung der aktuellen...

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