Untertagebau | Geothermie

Tiefengeothermie – interdisziplinäre Herausforderung und Innovationstreiber – Kurzüberblick über den Stand der Technik

Die tiefengeothermische Nutzung von Energie in Form von Wärme und Strom wird aufgrund der Verknappung von fossilen Energieträgern aus ökologischen aber auch aus wirtschaftlichen Gründen zukünftig stark an Bedeutung gewinnen. Zahlreiche Vorteile dieser zu den erneuerbaren Energien gezählten Energieform sprechen dafür. Die Grundlastfähigkeit, die Umweltverträglichkeit, geringer Flächenverbrauch etc. sind nur einige davon. Dieser Beitrag soll einen kurzen Überblick über den Stand der Technik der zurzeit zur Verfügung stehenden Verfahren zur Gewinnung der tiefen geothermischen Energie und zum Niederbringen von Bohrungen nach unter Tage sowie von unter Tage aus geben. Dies erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern soll – im Zusammenhang mit dem Editorial dieser Heftausgabe – anregen, sich inhaltlich mit diesem anspruchsvollen und innovativen Thema des Untertagebaus zu befassen.

Die Temperaturverteilung im Untergrund ist nicht einheitlich. Außerhalb Europas existieren Bereiche der Erdkruste, wo die geothermische Tiefenstufe zwischen 90 und 125 m/°C beträgt, während in Europa zum Beispiel auf der Schwäbischen Alb 11 m/°C und im Gotthard 50 m/°C erreicht werden. Man geht heute davon aus, dass die Nutzung dieser Wärme den Energiehunger unserer Zivilisation auf viele tausend Jahre ohne Probleme decken kann.

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