Das ElbX-Querungsbauwerk – unter der Elbe verbunden
Im Rahmen der Erstellung der rund 700 km langen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung SuedLink war die Elbe zwischen dem schleswig-holsteinischen Wewelsfleth nahe Glückstadt und dem niedersächsischen Wischhafen mit einem 5,2 km langen begehbaren Tunnelbauwerk zu unterqueren. Neben dem Tunnelbauwerk müssen auf den beiden Landseiten Zugangs- und Muffenbauwerke mit Betriebsgebäuden schlüsselfertig erstellt werden, um die Übertragungskabel, die durch das Tunnelbauwerk geführt werden, an die Erdkabeltrassen anzuschließen. Der Beitrag gibt einen Überblick über Bauaufgabe, Stand der Bauarbeiten bis August 2026 und gesammelte Erfahrungen aus dem maschinellen Tunnelvortrieb in wechselhafter Geologie.
Der SuedLink, eine 700 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ-Leitung) entlang der Nord-Süd-Achse Deutschlands, besteht aus zwei Vorhaben des Bundesbedarfsplangesetzes. „Vorhaben 3“ führt von Brunsbüttel nördlich der Elbe nach Großgartach/Leingarten im Norden Baden-Württembergs und „Vorhaben 4“ führt von Wilster, ebenfalls nördlich der Elbe, ins bayerische Bergrheinfeld/West. Beide Vorhaben verlaufen über einen großen Teil der Strecke parallel, um so auf der sogenannten Stammstrecke baubedingte Auswirkungen auf Mensch und Natur so gering wie...
