Deutschland

Vorarbeiten für den Vortrieb des Pfaffensteigtunnels

Der Ausbau und die Modernisierung der internationalen Bahnverbindung Stuttgart–Zürich gewinnen an Fahrt. Die Deutsche Bahn hat am 9. Februar 2026 mit den Vorarbeiten für den Vortrieb des Pfaffensteigtunnels begonnen.

Nördlich des Flughafens Stuttgart und der Autobahn A8 laufen die Erdarbeiten auf der zentralen Baustelleneinrichtungsfläche. Erst kürzlich hatten Bund und Bahn die Finanzierungsvereinbarung für den Pfaffensteigtunnel geschlossen; im Dezember 2025 hatte das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Baugenehmigung für den Großteil des Projekts erteilt.

Die Deutsche Bahn hat am 9. Februar 2026 mit den Vorarbeiten für den Vortrieb des Pfaffensteigtunnels begonnen
Credit/Quelle: DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH

Die Deutsche Bahn hat am 9. Februar 2026 mit den Vorarbeiten für den Vortrieb des Pfaffensteigtunnels begonnen
Credit/Quelle: DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH

1,7 Milliarden Euro für die Finanzierung bereitgestellt

Der deutsche Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte Ende Januar gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der DB InfraGO AG, Dr. Philipp Nagl sowie Vertretern aus Parlament und Ländern Finanzierungsvereinbarungen für Schienenprojekte im Gesamtumfang von 2,5 Milliarden Euro bekanntgegeben.

Im Rahmen dieser Vereinbarungen hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) auch die Finanzierung des Pfaffensteigtunnels im Raum Stuttgart sichergestellt. Für das Tunnelprojekt stehen im Bundeshaushalt mit der Finanzierungsvereinbarung rund 1,7 Milliarden Euro bereit.

„Ein weiteres Puzzleteil für Stuttgart 21“

„Ich freue mich sehr, dass der Bund neben den Rekordsummen für die Sanierung und Modernisierung des Bestandsnetzes auch die Finanzierung wichtiger Neu- und Ausbauprojekte sicherstellt“, so Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG. Mit dem Pfaffensteigtunnel entstehe „ein wichtiger Baustein für den Deutschlandtakt auf der Gäubahn und ein weiteres Puzzleteil für Stuttgart 21.“

„Mit dem rund elf Kilometer langen Tunnel schaffen wir die Anbindung der Gäubahn an den künftigen Knoten Stuttgart und stärken damit die europäische Verbindung zwischen Stuttgart und Zürich nachhaltig“, so Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

Der Pfaffensteigtunnel wird künftig die Gäubahn im Bereich Böblingen-Goldberg unmittelbar mit dem Flughafen-Fernbahnhof verbinden. Die Fahrzeit auf diesem Abschnitt reduziert sich von derzeit etwa 22 Minuten auf rund 7 Minuten. Vom Flughafen-Fernbahnhof aus ist sowohl der direkte Anschluss an den künftigen Stuttgart-21-Hauptbahnhof gewährleistet als auch die Verbindung in Richtung Ulm/München.

Inbetriebnahme für 2032 geplant

Der Zeitplan sieht vor, dass der Pfaffensteigtunnel voraussichtlich Ende 2032 in Betrieb geht. Der im April 2024 eingereichte Planfeststellungsabschnitt (PFA) 1 umfasst den bergmännisch herzustellenden Teil des Pfaffensteigtunnels mit einer Länge von etwa 10,8 km. Der im April 2025 eingereichte PFA 2 umfasst den in offener Bauweise zu errichtenden Teil des Tunnels mit einer Länge von rund 300 m sowie die oberirdischen Streckenabschnitte bis zur S-Bahn-Station Sindelfingen-Goldberg.

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