Brandschutz

Fermacell Aestuver: Spezialist für den Brandschutz im modernen Tunnelbau

Konzepte für den vorbeugenden Brandschutz in unterirdischen Verkehrsanlagen präsentiert Fermacell Aestuver auf der STUVA-Expo vom 27. bis 28. November in Stuttgart (Halle 2, Stand A112). Aestuver Brandschutzplatten sind nichtbrennbare, zementgebundene Glasfaserleichtbetonplatten der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 für hoch spezialisierte Anwendungen. Die Platten sind wasser- und frostbeständig, extrem druck-, biege- und abriebfest sowie leicht zu verarbeiten. Die Brandschutzplatten haben vom DIBT (Deutsches Institut für Bautechnik) die Europäische Technische Zulassung (ETA-11/0458) erhalten.

Schwere Unglücke mit vielen Toten und hohen wirtschaftlichen Schäden haben in den vergangenen Jahren grundsätzliche Diskussionen über die Tunnelsicherheit ausgelöst. Die erhöhten Anforderungen an die Sicherheitsstandards, die vor diesem Hintergrund entwickelt wurden, orientieren sich maßgeblich am Szenario eines Unfalls mit Brand. Im Fokus stehen daher vor allem der Schutz des Konstruktionsbetons vor den Folgen des schnellen Temperaturanstiegs und der großen Hitzeentwicklung, die sichere Gestaltung von Fluchtwegen sowie der Funktionserhalt von elektrischen Anlagen. Der hersteller präsentiert im Rahmen des Messeauftritts leistungsfähige Platten- und Zubehörprodukte, die durch eine Kombination von Spezialeigenschaften genau auf diese Anwendungsbereiche ausgerichtet sind.

Schutz des Konstruktionsbetons

Brandschutzplatten aus Glasfaserleichtbeton schützen im Brandfall den Beton zuverlässig vor Abplatzungen und Zermürbungen (Bild 1). Die speziell für den Brandschutz in unterirdischen Verkehrsanlagen entwickelten Tunnel Brandschutzplatten des Typs Aestuver sind besonders für Einsätze geeignet, wenn Anforderungen im Hochtemperaturbereich z.B. nach ZTV-ING gestellt werden. Selbst bei einer Brandbelastung nach der international anerkannten RWS-Kurve wurde für Temperaturen bis zu 1.350 ° C die Eignung nachgewiesen.

Sichere Gestaltung von Fluchtwegen

Das Brandschutzelement D+2 ist eine spezielle Entwicklung zur Abdeckung der Kabelbetontröge bzw. zur Gestaltung von Flucht- und Rettungswegen im Gleisbett (Bild 2). Die nach DIN EN 13501-1 (DIN 4102, Teil 1) geprüften Elemente sind nichtbrennbar (Baustoffklasse A1 nach DIN 4102) und halten Temperaturen von mehr als 1.000 °C stand. Je nach Einsatzgebiet sind die Elemente mit rutschhemmender oder nachleuchtender Beschichtung lieferbar.

Funktionserhalt von elektrischen Anlagen

Die Brandschutz-Kabelkanäle des Herstellers sorgen durch eine sichere Kapselung der Brandlast dafür, dass Flucht- und Rettungswege nicht zur tödlichen Falle werden und gewährleisten gleichzeitig den Funktionserhalt von elektrischen Anlagen (Bild 3). Sie werden als montagefertige Bauteile in den Feuerwiderstandsklassen I 30 bis I 120 und E 30 bis E 120 angeboten.

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