Deutschland

Fildertunnel: Außergewöhnliches TVM-Wendemanöver

TVM-Wende im Video

Im November 2018 hat die vierte Schildfahrt der Tunnelvortriebsmaschine „SUSE“ im Fildertunnel (Projekt Stuttgart–Ulm) begonnen. Dafür musste die rune 120 m lange Maschine zerlegt und unter Tage um 180 Grad gedreht werden. Wie das geht, können Sie sich hier in einem kurzen Filmclip der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH ansehen.

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH fährt im Rahmen von Stuttgart 21 mit dem Bau des Fildertunnels fort. Mit dem Verlegen des ersten Tübbingrings haben der Vortrieb und damit die vierte Schildfahrt der Tunnelvortriebsmaschine (TVM) „SUSE“ im November 2018 begonnen. Nach der Ankunft der TVM im Stuttgarter Talkessel im Sommer 2018 und nach dem anschließenden erfolgreichen Wendemanöver von der West- in die Oströhre dauert diese letzte Schildfahrt voraussichtlich bis zum Sommer 2019. Nach den dann aufgefahrenen letzten 3400 m sind die beiden Röhren des 9,5 km langen Fildertunnels im Rohbau nahezu fertiggetellt.

Der Fildertunnel wird von der bauausführende Arge ATCOST 21 seit 2014 in vier Abschnitten weitgehend maschinell aufgefahren. Die beiden Röhren des Tunnels verbinden künftig den umgebauten Stuttgarter Hauptbahnhof mit dem Flughafen Stuttgart und der Hochgeschwindigkeitstrasse auf den Fildern.


Wendemanöver

Die vierte Schildfahrt folgt auf ein aufwendiges und seltenes Manöver. Eine TVM tief im Berg zu wenden war auch für erfahrene Tunnelbauer ein außergewöhnlicher Vorgang. Die TVM mit einem Schilddurchmesser von 10,82 m, einer Länge von rund 120 m und einem Gewicht von ca. 2000 t wurde unter Tage in sieben Teile zerlegt und in einer eigens dafür gebauten Kaverne um 180 Grad gedreht. Im Film (siehe oben) können Sie sich etwas genauer ansehen, wie es abläuft, wenn eine große TVM unter Tage Stück für Stück gedreht und auf ihren neuen Kurs gebracht wird.



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