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Stationäre Backenbrecher für Jahrhundertprojekt 

Mit dem Neubau des Sisikoner Tunnels im Rahmen des Axenprojekts entsteht an der Nationalstrasse zwischen Brunnen und Flüelen eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben der Zentralschweiz. Der Sisikoner Tunnel Los 200 bildet einen zentralen Bestandteil des Projekts N4 "Neue Axenstrasse" und wird künftig die Verkehrssicherheit sowie die Verfügbarkeit der wichtigen Nord-Süd-Verbindung deutlich erhöhen. 

Für die Aufbereitung des anfallenden Ausbruchmaterials setzt die ARGE Axen auf bewährte Schweizer Brechtechnologie aus Seedorf: Die GIPO GISLER POWER AG liefert für den Einsatz auf der Baustelle zwei stationäre Backenbrecher des Typs GIPO ST B 1490.

Bei Tunnelvortrieben vor allem im Sprengvortrieb wie es im Axen der Fall ist, fallen grosse Mengen Gesteinsmaterial an, dass zur Förderung mittels Bandanlagen ungeeignet ist. Um die nahtlose Förderung des Materials aus dem Tunnel sicherzustellen, muss das Gestein auf eine förderbare Korngrösse verkleinert werden. Hier kommt die stationäre Brechanlage von GIPO zum Einsatz. Durch die Verarbeitung des Ausbruchmaterials direkt im Tunnel werden Transportwege reduziert und wertvolle Ressourcen wirtschaftlich genutzt.

Effiziente Aufbereitung von Ausbruchmaterial
Der GIPO ST B 1490 wurde speziell für anspruchsvolle stationäre Anwendungen konzipiert. Die robuste Bauweise und die hohe Leistungsfähigkeit ermöglichen eine wirtschaftliche Aufbereitung grosser Materialmengen unter anspruchsvollen Bedingungen. Die Anlage ist darauf ausgelegt, auch bei dauerhaftem Einsatz eine zuverlässige und konstante Leistung zu erbringen.

Anforderungen an das Anlagenkonzept
Für die Aufbereitung des Ausbruchsmaterials wurde ein Anlagenkonzept gefordert, das hohe Durchsatzleistungen mit maximaler Effizienz vereint. Dazu gehört ein grosszügig ausgelegter Aufgabebunker, der die direkte Aufgabe von bis zu 30 m³ Ausbruchsmaterial mittels Dumper ermöglicht. Ein zentrales Element des Konzepts bildet zudem eine leistungsstarke Vorabsiebung, bei der Über- und Unterkorn bereits vor dem Brechprozess getrennt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass nur das tatsächlich zu zerkleinernde Material dem Brecher zugeführt wird, was den Verschleiss reduziert und die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage erhöht.

Für die Zerkleinerung des Materials kam ein Backenbrecher mit einer Einlauföffnung von 1'330 x 900 mm zum Einsatz. Dieser ist in der Lage, Korngrössen von bis zu 800 mm zuverlässig auf eine förderfähige Grösse zu reduzieren. Ergänzt wird das Anlagenkonzept durch eine auf hohe Verfügbarkeit ausgelegte Fördertechnik, welche einen kontinuierlichen und störungsfreien Materialfluss gewährleistet. Mit dem gewählten Anlagenkonzept verfügt die ARGE Axen über eine leistungsfähige und wirtschaftliche Lösung, um die anfallenden Ausbruchsmaterialien effizient aufzubereiten und als wertvollen Rohstoff weiterzuverwerten.

Vorausschauende Montageplanung
Neben der technischen Leistungsfähigkeit standen bei der Wahl der Anlage auch Aspekte wie Betriebssicherheit und Langlebigkeit im Vordergrund. Die Montage der Anlage erfolgte "just in time" und ohne Zwischenlagerung auf der Baustelle. Für die Installation war ursprünglich ein Zeitfenster von fünf Tagen vorgesehen. Dank optimaler Rahmenbedingungen vor Ort und einer vorausschauenden Produktions- und Montageplanung konnte der erste stationäre Backenbrecher jedoch bereits nach drei Tagen erfolgreich in Betrieb genommen werden. Die Anlagen werden während 22 beziehungsweise 42 Monaten im Einsatz sein und in dieser Zeit rund eine Million Tonnen Ausbruchmaterial verarbeiten. Damit bilden sie einen zentralen Bestandteil der Materialaufbereitung für den Bau des Sisikoner Tunnels. 

Technologie aus Uri für Uri
Für GIPO hat das Projekt zudem eine besondere Bedeutung: Mit dem Sisikoner Tunnel entsteht ein zukunftsweisendes Bauwerk direkt in der Region, in der das Unternehmen seit Jahrzehnten verwurzelt ist. Die Beteiligung an diesem Grossprojekt zeigt, dass innovative Aufbereitungstechnik aus Uri auch bei den anspruchsvollsten Infrastrukturvorhaben der Schweiz gefragt ist.

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