Schweiz

Implenia und Marti erhalten Auftrag zum Bau des Brüttenertunnels

Die SBB (Schweizerische Bundesbahnen AG) hat eine ARGE bestehend aus Implenia und Marti (Anteil von je 50 %) mit dem Bau von fünf der sechs Lose des Projekts MehrSpur Zürich–Winterthur beauftragt: Brüttenertunnel (Los 240), Abschnitt Winterthur (Lose 140 und 141), Abschnitt Dietlikon (Los 340) und Abschnitt Wallisellen (Los 540). Der Gesamtauftrag beläuft sich auf knapp 1,7 Milliarden Schweizer Franken. Die Bauzeit des Projekts beträgt rund zehn Jahre.

TBM-Vortrieb für Brüttenertunnel soll 2029 starten

Mit dem Projekt MehrSpur Zürich–Winterthur planen der Bund und die SBB eine neue Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Damit wird der heutige Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winter­thur behoben. Das Kernstück zur Behebung dieses Engpasses ist der rund 8,3 km lange Brüttenertunnel zwischen Dietlikon und Winterthur, der auch eine ca. 1 km lange Abzweigung in Richtung Flughafen Zürich umfasst. Für diesen unterirdischen Doppelspurausbau wird für beide Fahrtrichtungen je ein Einspurtunnel mit einem Innendurchmesser von rund 8,3 m erstellt. Die zwei Einspurtunnel werden mit insgesamt 20 Querverbindungen in Abständen von maximal 500 m verbunden.

Der Vortrieb des Tunnels erfolgt im Wesentlichen mittels Tunnelbohrmaschine (TBM). Der Start der TBM-Arbeiten ist für 2029 vorgesehen. Die Planung und Ausführung des Projekts erfolgen BIM-basiert. Neben den eigentlichen Tunnelbohrarbeiten umfasst das Bauprojekt auch umfangreiche Spezialtiefbau- sowie die Ingenieurbauarbeiten.

Dietlikontunnel

Der Abschnitt Dietlikon umfasst den kompletten Umbau des Bahnhofs Dietlikon, neue Gleisanlagen über ca. 3 km, umfangreiche Erd- und Dammbauten, mehrere Unterführungen sowie den rund 300 m langen Dietlikontunnel. Im Rahmen des Abschnitts Wallisellen entstehen zudem die Überwerfung Wallisellen West, Personenunterführungen, Perronanlagen, Brückenbauwerke sowie neue Gleisanlagen über ca. 3 km.

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