ITA-Jahrestagung und World Tunnel Congress 2019 in Neapel, Italien

Rund 2000 Tunnelbauer aus 73 Ländern trafen sich vom 3. bis 9. Mai 2019 in Neapel, Italien. Anlass war die 45. Jahrestagung der ITA (International Tunnelling and Underground Space Association) in Verbindung mit dem World Tunnel Congress (WTC) 2019.

Der vom italienischen Tunnelbaukomitee (Società Italiana Gallerie, SIG) in Zusammenarbeit mit der ITA organisierte Tunnelkongress trug das Tagungsmotto „Tunnel und unterirdische Städte: Technik und Innovation treffen auf Archäologie, Architektur und Kunst“ (Bild 1). Von den nunmehr 78 ITA-Mitgliedsländern waren 62 in Neapel vertreten. Mit 79 % lag der Anteil der vertretenen Länder damit rund 15 % höher als im letzten Jahr in Dubai (siehe Infokasten im Anschluss an den Artikel).

1 World Tunnel Congress 2019

Das Haupttagungsprogramm des Kongresses umfasste 11 thematische Schwerpunkte:

1. Archäologie, Architektur und die Kunst des

unterirdischen Bauens (ITACUS*)

2. Umweltverträglichkeit

3. Geologische und geotechnische Grundlagen sowie Anforderungen an die Projektdurchführung

4. Bodenverbesserung

5. Innovationen im Untertagebau, bei Materialien und

bei der Ausrüstung (ITA-TECH*)

6. Lange und tiefe Tunnel

7. Öffentlichkeitsarbeit und öffentliche Wahrnehmung

8. Risikomanagement, Verträge und finanzielle Aspekte

9. Sicherheit beim Tunnelbau (ITA-COSUF*)

10. Strategische Nutzung des Untergrunds für

zukunftsfähige Städte (ITACUS*)

11. Städtische Tunnel

(* Teile dieser Themenblöcke wurden von den jeweiligen Komitees gestaltet und moderiert)

Die drei Komitees ITA-COSUF, ITACUS und ITA-TECH waren jeweils mit eigenen Blöcken nahtlos in das WTC-Programm integriert. So wurden von ITA-COSUF am Dienstagnachmittag Vorträge zur Sicherheit im Tunnelbetrieb angeboten (Bild 2). ITA-TECH hat in einer Sitzung die Abraumbehandlung bei Erddruckschildvortrieben thematisiert. Und ITACUS setzte unter dem Titel „Strategische Nutzung von unterirdischen Flächen für leistungsfähige Städte“ die bereits in den letzten Jahren gestarteten Überlegungen zu einer städtischen unterirdischen Zukunft fort. Daneben beteiligte sich ITACUS auch bei den Themen zu Archäologie, Architektur und Kunst bei unterirdischen Anlagen. Zu diesen Themen wurden unter dem Kürzel „AAA“ (Archaeology, Architecture and Art) auch sogenannte Off-site-Events angeboten, die außerhalb des Kongressgeländes lagen und für die eine zusätzliche Teilnahmegebühr erhoben wurde.

Die 180 Vorträge des Hauptprogramms wurden in fünf parallelen Sitzungen präsentiert; daneben gab es zeitgleich über 400 E-Poster-Präsentationen, in denen die Beiträge den Interessierten durch Erläuterungen einer Kurzpräsentation an einem Monitor individuell nähergebracht wurden. Die Langfassungen aller Vorträge und Posterpräsentationen sind im digitalen Tagungsband zum World Tunnel Congress veröffentlicht.

Ähnlich wie in den vorangegangenen Jahren fanden neben den „technischen Sitzungen“ noch Komitee- und Arbeitsgruppensitzungen statt. Darüber hinaus wurden am Donnerstag nach dem Kongress diverse Baustellenbesichtigungen angeboten. In der begleitenden Fachausstellung haben rund 200 Unternehmen auf einer Gesamtfläche von 2500 m² ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert (Bild 3). Als kulturelles und kostenloses Highlight wurde den Teilnehmern des Kongresses am Montagabend in dem im Jahre 1737 erbauten Teatro di San Carlo ein außergewöhnliches Konzert verschiedener Ouvertüren angeboten (Bild 4) – eine für die Teilnehmer sich unvergessliche Aufführung, die Veranstaltern von kommenden WTCs zur Nachahmung empfohlen wird.

Organisation

Die verschiedenen Vortragssäle und die Ausstellung waren auf dem in die Jahre gekommenen Messegelände Mostra D‘Oltremare so weit voneinander entfernt, dass in den kurzen

Pausen durch die langen Laufwege kaum Zeit für einen Kaffee blieb (Bild 5). Noch dazu bildeten sich an den Getränkeständen lange Schlangen, die die Baristas bei der Zubereitung eines italienischen Espressos sichtlich überforderten. Ähnlich überfordert war offensichtlich auch das WLAN-Netz, das den Benutzern meistens den Zugriff verweigerte, sodass die speziell für den WTC entwickelte App nicht genutzt werden konnte. Diese sollte die Teilnehmer eigentlich dabei unterstützen, die technischen Sitzungen, Posterpräsentationen, Besprechungs- und Ausstellungsbereiche zu finden, die verstreut in den Außen- und Innenbereichen sowie in Zelten angeordnet waren.

Da die Organisation von WTCs in der Vergangenheit regelmäßig zu wünschen übrigließ, hatte der Vorstand im letzten Jahr eine Arbeitsgruppe gebildet, die zunächst mit einer Umfrage unter allen Mitgliedsländern in Erfahrung bringen wollte, wie das Auswahlverfahren, die Organisation und das Format eines WTC verbessert werden könnte. Aus den erhaltenen 18 Antworten und der Analyse der zwischen 2011 und 2018 veranstalteten WTCs hat diese Gruppe einen Entwurf für einen fast 40-seitigen WTC-Planungsleitfaden erarbeitet, der zunächst zur Durchsicht an die Vertreter der Mitgliedsländer überreicht wurde. Es ist beabsichtigt, die neuen Regelungen zur Mitgliederversammlung 2020 in Kraft zu setzen.

ITA-Trainingskurs

In den Vorjahren fand im Vorlauf zum Kongress jeweils ein spezieller ITA-Trainingskurs statt. In Neapel wurden am 3. und 4. Mai 2019 gleich zwei solche Kurse parallel angeboten, die vom italienischen Tunnelbaukomitee, dem Committee on Education and Training (ITACET) und der ITACET-Stiftung gemeinsam organisiert worden waren. Die an junge Berufstätige gerichteten Kurse trugen die Titel „Tunnelbau 4.0: Informationstechnologie für die Planung, den Bau und die Instandhaltung unterirdischer Bauwerke“ sowie „Kommunikation und Einbindung von Interessenvertretern bei Planung, Bau und Betrieb von Tunneln“. Insgesamt 75 (erster Kurs) und 35 Teilnehmer (zweiter Kurs) aus 25 Ländern nutzten an den beiden Tagen die Gelegenheit, ihr Wissen über die vorgenannten Themen zu vertiefen.

Im ersten Kurs berichteten international anerkannte Fachleute aus dem akademischen und unternehmerischen Umfeld in rund 20 Vorträgen über Aspekte der Digitalisierung bei der Planung, dem Bau, der Unterhaltung und der Sanierung im Tunnelbau sowie über die zunehmende Automatisierung und den Einsatz von Virtueller Realität bei der Instandhaltung von unterirdischen Bauwerken. Der zweite Kurs zeigte auf, dass eine gute Kommunikation mit der Öffentlichkeit und den betroffenen Interessengruppen den Erfolg sowie die Akzeptanz eines Projekts maßgeblich beeinflussen kann. Das Hauptziel war es, über bewährte und neue Kommunikationstechniken und -ansätze zu informieren, um den Wert und den Nutzen von untertägigen Infrastrukturen für die Gesellschaft zu kommunizieren.

Eröffnung

Die Eröffnungsveranstaltung am Montag war auf zwei Säle verteilt, die per Videoübertragung miteinander verbunden waren, und wurde von zwei Moderatoren – jeder in einem der Säle – geleitet (Bild 6). Hintergrund war, dass die angeblich knapp 2000 Teilnehmer nicht in einen Saal gepasst hätten, obwohl während der Veranstaltung in jedem Saal zahlreiche Plätze freiblieben. Letztendlich sahen die Teilnehmer jeweils die Hälfte der Redner nur auf einer Videoprojektion, bei der Ton und Bild nicht vollständig synchron liefen.

Luigi De Magistris, Bürgermeister von Neapel, Maurizio Gentile, Direktor Rete Ferroviaria Italiana und Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr, Andrea Pigorini, Präsident SIG (Bild 7), sowie ITA-Präsident Tarcísio B. Celestino begrüßten zunächst die Teilnehmer. Im ersten Teil der Veranstaltung hielt Pietro Salini, Vorstandsvorsitzender des internationalen Bauunternehmens Salini Impregilo aus Italien, ein Eröffnungsvortrag, der auf die Schwierigkeiten der Branche beispielsweise bei der Nachwuchsgewinnung, der Wettbewerbssituation oder der Risikoverteilung beim Tunnelbau einging. Danach berichtete Alessandro Viscogliosi, Universität für Architektur La Sapienza Rom, über die Architektur von historischen unterirdischen Bauten, die sozusagen als Negativ in den Berg gebaut wurden. Der erste Block wurde von Guido Tonelli, CERN, mit einem sehr kurzweiligen Vortrag über „Tunnel für die Wissenschaft“ beendet.

Anschließend wurde der neunte Vortrag zu Gedenken von Sir Alan Muir-Wood gehalten. In dieser „Muir-Wood Lecture“ trug Dr. Martin Herrenknecht (Bild 8), Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG aus Schwanau (Deutschland) zu „Innovationen im maschinellen Tunnelbau seit 1970“ vor. Die Schriftfassung des Vortrags steht auf der Webseite der ITA zum Download zur Verfügung.

Für die nächste Muir-Wood-Lecture auf dem WTC 2020 in Kuala Lumpur wurde Tom Melbye, Mitglied des Vorstands von Normet (Finnland) vom ITA-Vorstand ausgewählt.

Im weiteren Verlauf der Eröffnungsveranstaltung wurde von Gianluigi Castelli, Präsident der Italienischen Staatsbahnen, über „digitale Tunnel“ berichtet sowie von Ennio Cascetta, Präsident der U-Bahnen von Neapel und Professor an der Universität von Neapel, über den Tunnelbau für die „schönste U-Bahn der Welt“ in Neapel. Abschließend hielt Martin Knights, ehemaliger Präsident der ITA und Gründungsmitglied des Brunel-Museums, einen Vortrag zu einem Wahrzeichen des Tunnelbaus (ITA Tunnel Landmark), dem Brunel-Tunnel in London. Zeitlich lief die Eröffnungsveranstaltung völlig aus dem Ruder und endete eine Stunde später, zeitgleich mit dem Ende der anschließenden Mittagspause.

ITACET-Foundation-Awards

In der Eröffnungsveranstaltung verlieh der Sekretär und Schatzmeister der ITACET-Stiftung, Felix Amberg, den ITACET-Award 2019 an den ehemaligen ITA-Präsidenten Prof. Sebastiano Pelizza (Italien). Pelizza wurde damit für sein großes Engagement in der Weiterbildung sowie für seine langjährige aktive Unterstützung der ITA und insbesondere von ITACET geehrt. Er unterstützt seit langem die Stiftung mit Rat und Tat und arbeitet als ehrenamtliches Mitglied im Committee of Surveyors mit. Ein weiterer ITACET-Award wurde an das französische Tunnelbaukomitee AFTES (Association Française des Tunnels et de l‘Espace Souterrain) verliehen. Piergiorgio Grasso (Bild 9), Vizepräsident der ITACET-Stiftung, übergab die Auszeichnung an AFTES-Präsident Michel Deffayet (Bild 10). Die Auszeichnung würdigt die fortwährende Unterstützung der Arbeit der Stiftung durch die AFTES und die Mitorganisation von Trainingskursen.

Öffentliche Fachsitzung

Zu Beginn der öffentlichen Fachsitzung der ITA wurden sieben im vergangenen Jahr von Arbeitsgruppen fertiggestellte neue Berichte einem größeren Publikum vorgestellt:

• Leitfaden für die Bemessung von Tübbingen (Arbeitsgruppe 2; Originaltitel: „Guidelines for the Design of Segmental Tunnel Linings“)

• Erläuterungen zum ITA-Report 10 „Leitfaden für Arbeiten unter Druckluft“ – Hinweise für Bauherren und andere Interessierte, die nicht mit Druckluftarbeiten vertraut sind (Arbeitsgruppe 5 und British Tunnelling Society Compressed Air Working Group, BTS CAWG; Originaltitel: „Guide to ITA/BTS CAWG Report 10 for Clients and others not familiar with high pressure compressed air work“)

• Umgang, Behandlung und Entsorgung von Tunnelaushubmaterialien (Arbeitsgruppe 14 und 15; Originaltitel: „Handling, Treatment and Disposal of Tunnel Spoil Materials“)

• Praxisorientierte Vorgehensweisen zur Minimierung der Erschütterungen aus Sprengungen und Optimierung des Vortriebs im städtischen Umfeld (ITA-TECH; Originaltitel: „Practical approach for controlling the blasting vibration and optimizing advance in urban tunnelling“)

• Leitlinien für die Wiederverwendung und Aufarbeitung von gebrauchten Komponenten beim maschinellen Tunnelvortrieb; aktualisierte und erweiterte zweite Auflage der 2015 erstmals veröffentlichen Publikation (ITA-TECH; Originaltitel: „Guidelines on Rebuilds of Machinery for Mechanized Tunnel Excavation“)

• Praxisempfehlungen zur Gestaltung von Querschlägen in Eisenbahn- und U-Bahn-Tunneln (ITA-COSUF; Originaltitel: „Current practice on cross-passage design to support safety in rail and metro tunnels“)

• Vertragsbedingungen für Untertagearbeiten (ITA-Arbeitsgruppe 3 und FIDIC; Originaltitel: „Condition of Contract for Underground Works (Emerald Book)“, Bild 11); in dieser Vertragsform sind – im Gegensatz zu anderen FIDIC-Vertragsformen – die besonderen Risiken des unterirdischen Bauens berücksichtigt

Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Tunnel – Eine zuverlässige Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft“ statt. Insgesamt neun Referenten aus den verschiedenen involvierten Kreisen, wie zum Beispiel Vertreter von Eigentümern, Ingenieurbüros, Wissenschaftlern und Beratern, nahmen dabei vor allem die Wartungs- und Reparaturstrategien bei Tunneln in den Fokus:

• Bernard Cathelain, Mitglied des Vorstands von Société du Grand Paris

• Paolo Guglielminetti, PwC, Global Railways & Roads Leader

• Paola Firmi, Rete Ferroviaria Italiana (RFI), Technische Leitung

• Martin Muncke, ÖBB-Infrastruktur AG, Systemexperte Bahnwesen und Leiter der ITA-Arbeitsgruppe 21 „Life Cycle Asset Management“

• Nobuharu Isago, Professor für Tunnelbau an der Tokyo Metropolitan University

• Ed Taylor, Stellvertretender Leiter der ITA-Arbeitsgruppe 6 „Instandhaltung und Instandsetzung unterirdischer Bauwerke“

• Jurij Karlovšek, Dozent für Ingenieurwesen und Informationstechnologie an der University of Queensland, Leiter der ITA-Arbeitsgruppe 22 „Informationsverarbeitung im Tunnelbau“

• Sallo van der Woude, Projektleiter Arcadis

• M. Shijeta, Pacific Consultants

Der Informationsaustausch war in zwei Blöcke gegliedert. Der erste widmete sich dem Thema „Überlegungen zum Tunnellebens­zyklus“ und beleuchtete, wie langfristige Instandhaltungs­anforderungen bei der Planung, beim Bau und bei der Finanzierung von Tunneln berücksichtigt werden können. Ein besonderes Augenmerk bedarf dabei die Betriebstechnik. Der zweite Block beschäftigte sich mit „Wartungs-, Inspektions- und Reparaturarbeiten“ und behandelte die Bauwerksprüfung sowie die angemessenen Prüfintervalle, die je nach Land stark variieren können. Beschränkten sich früher die Überprüfungen vorwiegend auf visuelle und manuelle Untersuchungen, kommen heute neben zerstörungsfreien Prüfungen und Thermografieuntersuchungen auch Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge (IoT), Big Data und BIM-Methoden zum Einsatz.

2 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung wurde von Präsident Tarcísio Celestino (Brasilien) geleitet. Zu Beginn wurde Wojciech Grodecki (Polen, 1938–2019) gedacht, der den Tunnelbau in Polen maßgeblich mitgeprägt hat und Polen mehr als 30 Jahre lang in der ITA repräsentiert hat. Überraschend verstarb zwischen dem ersten Teil der Mitgliederversammlung am Sonntag und dem zweiten Teil am Mittwoch Miguel Fernández-Bollo aus Spanien; auch ihm gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute.

Celestino informierte die Delegierten über die Aktivitäten im letzten Jahr und über die Mitgliederentwicklung. Die Zahl der Mitgliedsländer hat sich gegenüber dem Vorjahr um drei auf 78 erhöht: neu aufgenommen wurden Albanien, Kenia und Libanon (Bild 12). Obwohl fünf korporative und vier persönliche Mitglieder neu hinzugekommen sind, konnte die Gesamtanzahl aufgrund von Kündigungen und Ausschlüssen nicht gesteigert werden. Die ITA verfügt unter Berücksichtigung aller Zu- und Austritte nunmehr über 78 Mitgliedsnationen, 165 korporative Mitglieder (Vorjahr: 173) und 94 persönliche Mitglieder (Vorjahr: 93). In Summe ergibt sich damit seit einigen Jahren bei den assoziierten Mitgliedern (also korporative und persönliche)

– im Gegensatz zu den Mitgliedsländern – ein leicht abnehmender Trend (aktuell 259, 266 im Vorjahr und 269 im Jahr davor).

Im vergangenen Jahr hat ein „Prime-Sponsor“ sein Engagement eingestellt (Saudi Binladin Group). Bei den „Förderern“ kamen zwei neue Firmen hinzu, fünf sind jedoch ausgetreten oder wurden ausgeschlossen. Insgesamt unterstützen die ITA damit 17 Prime-Sponsoren und 45 Förderer.

Der ITA-Vorstand hatte sich im Rahmen der Vollversammlung 2017 in Bergen Aufgaben und Ziele gesetzt, die bis 2020 erreicht sein sollen. Sie münden in dem Leitmotiv: „ITA ist die führende internationale Organisation zur Förderung der Nutzung von Tunneln und des unterirdischen Raums, durch Austausch von Wissen und Anwendung von Technologie“. Die Ziele lauten im Einzelnen:

1. Förderung von Aktivitäten in Mitgliedsländern, neue Techniken zu entwickeln und Wissen über die Nutzung des unterirdischen Raums zu verbreiten

2. Verbesserung der Ergebnisse von Arbeitsgruppen und Komitees

3. Verbesserung der Beziehungen zur Industrie

4. Förderung des weiteren Wissensaustauschs durch Aus- und Fortbildung

5. Steigerung des positiven Bewusstseins für Tunnelbau und die Nutzung unterirdischer Räume

6. Verbesserung der Kommunikation mit den Mitgliedsländern, der Industrie und der Öffentlichkeit

Nähere Einzelheiten zu den Zielen stehen auf der Webseite der ITA zum Download bereit.

Wie im letzten Jahr wurde auch bei der diesjährigen Besprechung zwischen Vorstand und Arbeitsgruppen-/Komitee-Leitern versucht, die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen unter dem Stichwort „3 Cs: Communication, Collaboration, Cooperation“ (Kommunikation, Zusammenarbeit, Kooperation) zu verbessern. Diesbezüglich wurde abermals diskutiert, was der Hauptzweck der Arbeitsgruppen/Komitees ist, welche Verbesserungen erforderlich sind, um Mitglieder zu gewinnen und was das ITA-Sekretariat und der Vorstand zur Unterstützung tun können. Ein wirklicher Fortschritt gegenüber dem Vorjahr war nicht zu erkennen.

Um den Tunnelbau in der Öffentlichkeit besser sichtbar zu machen, lobt die ITA bereits seit 2015 jährlich die sogenannten ITA-Awards in mehreren Kategorien für herausragende Projekte oder Entwicklungen aus. Die letzte Verleihung hat vom 5.–7. November 2018 in Chuzhou-Nanjing, China, stattgefunden. Die „ITA Tunnelling Awards 2019“ werden am 18. November 2019 in Miami, USA, im Rahmen der Cutting-Edge Conference verliehen (weitere Informationen unter: awards.ita-aites.org).

Der Vorstand hatte bereits früher beschlossen, eine „Task-Force“ zu bilden, die eine Datenbank mit Unfällen beim Tunnelbau erarbeiten soll. Ziel ist es, aus möglichen Fehlern zu lernen und diese zukünftig zu vermeiden. Darüber soll zukünftig auch in einem speziellen Block während der WTCs berichtet werden. Ergebnisse dazu liegen nach wie vor nicht vor; der Vorstand hat jedoch beschlossen, das Thema weiterzuverfolgen und eine Expertengruppe aus Vertretern von Mitgliedsländern und den Arbeitsgruppen 2, 14 und 19 zu bilden.

Partnerorganisationen

Darüber hinaus wurde auch über die von der ITA unterhaltenen Kontakte zu verschiedenen internationalen Schwesterorganisationen und UN-Organisationen berichtet (siehe Kasten am Ende des Artikels). Für FIDIC berichtete Aisha Nadar über die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Erarbeitung der zum WTC veröffentlichten neuen Vertragsform für unterirdische Bauwerke „Conditions of Contract for Underground Works (Emerald Book)“.

Für PIARC berichtete in der Mitgliederversammlung Arild Petter Søvik (Norwegen) beispielsweise, dass das Komitee D.5 „Road Tunnel Operations“ – welches für unterirdische Anlagen von besonderem Interesse ist und deshalb eine enge Kooperation mit ITA-COSUF pflegt – im zu Ende gehenden Dreijahresturnus folgende Dokumente erarbeitet hat: Introduction to the RAMS concept for road tunnel operations (03/2019), Prevention and mitigation of tunnel related collisions (03/2019), Road tunnels: Vehicle emissions and air demand for ventilation (03/2019), General principles for improving accessibility for persons with reduced mobility in road tunnels (soll in Kürze veröffentlicht werden), Large underground and interconnected infrastructures: specific analysis and recommendations (soll Ende 2019 veröffentlicht werden). Die von den PIARC-Komitees erarbeiteten Publikationen stehen kostenfrei zum Download unter www.piarc.org zur Verfügung; derzeit sind 44 Berichte zum Bau und Betrieb von Tunneln abrufbar. Dort ist auch ein Online-Wörterbuch zu Begriffen aus dem Straßenwesen (und Tunnelbau) zu finden.

Arbeitsgruppen und Komitees

Der Bericht über die Arbeit der verschiedenen Arbeitsgruppen und Komitees der ITA nahm wie in den vergangenen Jahren einen großen zeitlichen Rahmen in der Vollversammlung ein. Die Arbeitsgruppen und Komitees tragen maßgeblich zur positiven Außendarstellung der ITA bei, weil gerade hier die Zusammenarbeit von Personen aus verschiedenen Ländern realisiert und so der wichtige Erfahrungsaustausch ermöglicht wird. In diesem Jahr hat die Mitgliederversammlung auf Antrag des Iran eine neue Arbeitsgruppe 23 „Entwurf und Ausführung von Schächten“ begonnen.

Eine Übersicht der aktiven Arbeitsgruppen und der verantwortlichen Ansprechpartner finden Sie im Anschluss an den Text, ebenso ist dort eine Übersicht der Komitees zu finden. Den Stand der Arbeiten und die für die kommenden Monate geplanten Aktivitäten der Arbeitsgruppen und der vier Komitees finden Sie auf den Webseiten der ITA. Die Leiter der Arbeitsgruppen rufen Interessierte dazu auf, sich an der Arbeit ihrer Gruppe zu beteiligen und so künftige Empfehlungen der ITA durch ihre Erfahrungen und ihr Wissen mitzugestalten. Die Arbeitsgruppenleiter (und auch die Geschäftsstelle des DAUB) stehen für diesbezügliche Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kommunikation

Die ITA hat zur Verbesserung ihrer Kommunikation eine externe Presseagentur beauftragt und zusätzlich seit kurzem eine Kommunikationsbeauftragte eingestellt. Wie bisher versendet sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter „ita@news“. Auf das wissenschaftliche Organ der ITA, die Zeitschrift „Tunnelling and Underground Space Technology (TUST)“, haben die Mitglieder in elektronischer Form Zugriff. Daneben steht die ITA-Website als Informationsquelle zur Verfügung. Sie wendet sich einerseits an Entscheidungsträger und an die allgemeine Öffentlichkeit und erläutert beispielsweise, wie unterirdische Räume genutzt werden können und welche Bauverfahren es gibt. Sie nennt spezifische Vorteile und gibt Information zur Planung, Bau und Betrieb. Andererseits gibt sie Information zur Organisation der ITA, den Mitgliedsländern, den korporativen Mitgliedern, zu den Publikationen, den Komitees und Arbeitsgruppen sowie zu Veranstaltungen zum unterirdischen Bauen. Dort können auch die jährlich von den Mitgliedsländern abgegebenen Berichte zu deren Aktivitäten eingesehen werden.

WTC 2020–2022

Für die Jahrestagung 2022 hatte die Mitgliederversammlung schließlich den Tagungsort festzulegen. Beworben hatten sich dieses Mal zwei Städte: Goa (Indien) und Cancn (Mexiko); die Delegierten entschieden sich mit 38 zu 24 Stimmen für Cancn. Die Daten und Austragungsorte der folgenden Jahrestagungen lauten:

• 15.–21. Mai 2020, 46. ITA-Jahrestagung in Kuala Lumpur (Malaysia); das Rahmenthema lautet: „Innovationen und zukunftsweisende unterirdische Lösungen zur globalen Erschließung“ (Bild 13)

• 14.–20. Mai 2021, 47. ITA-Jahrestagung in Kopenhagen (Dänemark); das Rahmenthema lautet: „Unterirdische Lösungen für eine Welt im Wandel“

• 22.–28. April 2022, 48. ITA-Jahrestagung in Cancn (Mexico); das Rahmenthema lautet: „Nutzung des unterirdischen Raums: Großartige Lösungen für eine moderne und nachhaltige Welt.“

3 ITA-Vorstand

Mit der diesjährigen Vollversammlung ging planmäßig die dreijährige Amtszeit des bisherigen Präsidenten Tarcísio B. Celestino (Brasilien) zu Ende. Um seine Nachfolge hatten sich zwei der vier Vizepräsidenten beworben: Eric Leca (Bild 14) aus Frankreich und Jinxiu (Jenny) Yan aus China. Mit Yan wurde erstmals in der Geschichte der ITA eine Frau an die Spitze gewählt (Bild 15), und das mit einem äußerst knappen Vorsprung von 32 von 62 Stimmen. Celestino wird nun für drei Jahre das Amt des Altpräsidenten wahrnehmen.

In einer weiteren Wahl wurden mit jeweils absoluter Mehrheit vier neue Vizepräsidenten auf drei Jahre gewählt: Lars Babendererde (Deutschland), Arnold Dix (Australien), Randy Essex (USA) und Giuseppe Lunardi (Italien). Babendererde erhielt die meisten Stimmen und wurde damit erster Vizepräsident (Bild 16). Der fünfte Bewerber Davorin Kolic (Kroatien) erhielt die wenigsten Stimmen und scheidet aus dem Vorstand aus.

Daneben bewarben sich sechs Kandidaten um die sechs freiwerdenden Plätze im Vorstand. Alle Kandidaten erhielten jeweils die erforderliche absolute Mehrheit und wurden auf drei Jahre gewählt: Abidemi Agwor (Nigeria), Hamdi Aydin (Türkei), Hangseok Choi (Korea), Jeyatharan Kumarasamy (Singapur), Andres Marulanda (Kolumbien) und Jamal Rostami (Iran).

Normalerweise wäre der bisherige Altpräsident Søren Degn Eskesen (Dänemark) aus dem Vorstand ausgeschieden. Er wird dem Vorstand jedoch weiterhin als Ansprechpartner für den WTC 2021 in Kopenhagen zur Verfügung stehen. In gleicher Weise stehen Teik Aun Ooi (Malaysia) für den WTC 2020 in Kuala Lumpur und Fermín Sánchez (Mexiko) für den WTC 2022 in Cancn dem Vorstand zur Seite.

Mit Ablauf ihrer Wahlperiode (bis 2019) sind aus dem Vorstand ausgeschieden: die übrigen zwei Vizepräsidenten Alexandre Gomes (Chile) und Ruth Gunlaug Haug (Norwegen) sowie das Vorstandsmitglied Chung-Sik Yoo (Korea).

Felix Amberg (Schweiz) konnte nach neun Jahren als Schatzmeister gemäß Satzung nicht wiedergewählt werden. Seine Aufgabe übernimmt nun Gérard Seingre (Schweiz).

Damit setzt sich der ITA-Vorstand (Bild 17) wie folgt zusammen:

Jinxiu (Jenny) Yan, China, Präsidentin (bis 2022)

Tarcísio B. Celestino, Brasilien, Altpräsident (bis 2022)

Lars Babendererde, Deutschland, 1.Vizepräsident (bis 2022)

Arnold Dix, Australien, Vizepräsident (bis 2022)

Randy Essex, USA, Vizepräsident (bis 2022)

Giuseppe Lunardi, Italien, Vizepräsident (bis 2022)

Abidemi Agwor, Nigeria (bis 2022)

Hamdi Aydin, Türkei (bis 2022)

Hangseok Choi, Korea (bis 2022)

Jeyatharan Kumarasamy, Singapur (bis 2022)

Andres Marulanda, Kolumbien (bis 2022)

Jamal Rostami, Iran (bis 2022)

Gérard Seingre, Schweiz, Schatzmeister (bis 2022)

Teik Aun Ooi, Malaysia (bis 2020)

Søren Degn Eskesen, Dänemark (2021)

Fermín Sánchez, Mexico (2022)

Daneben unterstützt seit 1. Januar 2009 Olivier Vion als haupt-

amtlicher Geschäftsführer den Vorstand.

Auf Antrag des Vorstands hat die Mitgliederversammlung beschlossen, die Funktion des Internen Prüfers (Internal Auditor), der bislang jedes Jahr die Aktivitäten des Vorstands kontrollierte, und die des Ethikrats (Board of Governance), der alle drei Jahre aktiv wurde, zu einem Prüfgremium (Auditing Council) zusammenzufassen, das nun jährlich die Aktivitäten der ITA untersuchen wird. Als Mitglieder dieses aus zwei Personen bestehenden Prüfgremiums wurden Eivind Grøv (Norwegen) und Damian McGirr (Großbritannien) auf zwei Jahre gewählt. Ihnen wurde ein Budget zur Verfügung gestellt, damit sie sich durch eine externe Fachkraft unterstützen lassen können.

Darüber hinaus hat die Mitgliederversammlung auf Antrag Norwegens nach ausgiebiger und kontroverser Diskussion beschlossen, eine der größeren internationalen Wirtschaftsprüfungs-

und Beratungsgesellschaften (wie z. B. PWC, Ernst & Young, KPMG oder Capgemini) zu beauftragen, ein Audit der Organisation durchzuführen. Dieses Audit soll im Ergebnis Empfehlungen zu Verbesserungsmaßnahmen hinsichtlich Effizienz, Kontrolle und Transparenz geben. Die Kosten für das Audit wurden von Norwegen mit 60 000 bis 90 000 Euro geschätzt.

4 Weitere Informationen

Weitere Auskünfte über den WTC und die ITA-Jahrestagung 2019 in Neapel sowie über die wichtigsten Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Aktivitäten der Arbeitsgruppen bzw. Komitees sind auf den Webseiten www.ita-aites.org, www.ita-cosuf.org, www.itacet.org sowie im digitalen Tagungsband zu finden. Regelmäßige Informationen über die ITA liefert der Newsletter „ita@news“ (kostenlos über die Webseite www.ita-aites.org zu abonnieren). Weitergehende Auskünfte über die ITA und künftige Jahrestagungen erteilen:

Geschäftsstelle des Deutschen Ausschusses für

unterirdisches Bauen e. V. – DAUB

Mathias-Brüggen-Str. 41, D-50827 Köln

www.daub-ita.de

ITA-Sekretariat – International Tunnelling and

Underground Space Association

MIE-IEH (International Environment House)

Chemin de Balexert 9, CH-1219 Châtelaine, Genf

www.ita-aites.org

sowie die Sekretariate der nationalen Tunnelbaugesellschaften in den ITA-Mitgliedsländern.

ITA Member Nations present or represented:

ITA-Mitgliedsländer vertreten auf der Vollversammlung:

Albania*, Argentina, Australia, Austria, Azerbaijan, Belarus, Belgium, Bhutan, Bolivia, Bosnia-Herzegovina, Brazil, Canada, Chile, China, Colombia, Costa Rica, Croatia, Czech Republic, Denmark, Ecuador, Egypt, Finland, France, Germany, Greece, Guatemala, Hungary, India, Iran, Italy, Japan, Kenya*, Lebanon*, Macedonia (FYROM), Malaysia, Mexico, Montenegro, Myanmar, Nepal, The Netherlands, New Zealand, Nigeria, Norway, Peru, Poland, Portugal, Republic of Korea, Romania, Russia, Serbia, Singapore, Slovenia, South Africa, Spain, Sweden, Switzerland, Thailand, Turkey, Ukraine, United Kingdom, United States of America, Vietnam

 

* new members since 2019/neue Mitglieder ab 2019

 

ITA Member Nations not present:

ITA-Mitgliedsländer nicht vertreten auf der Vollversammlung:

 

Algeria, Bulgaria, Cambodia, Iceland, Indonesia, Israel, Kazakhstan, Lao PDR, Lesotho, Morocco, Panama, Qatar, Saudi Arabia, Slovakia, United Arab Emirates, Venezuela

ITA Contacts with Sister Organisations and UN Organisations
Kontakte der ITA zu Schwesterorganisationen und UN-Organisationen

ACUUS          Associated Research Centers for the Urban Underground Space
FIDIC              International Federation of Consulting Engineers
IAEG               International Association for Engineering Geology and the Environment
ICLEI              International Council for Local Environmental Initiatives
IFME               International Federation of Municipal Engineering
IRF                  International Road Federation
ISOCARP       International Society of City and Regional Planners
ISRM              International Society for Rock Mechanics
ISSMGE         International Society for Soil Mechanics and Geotechnical Engineering
ITIG                International Tunnelling Insurance Group
PIARC            World Road Association
UN-Habitat     United Nations Human Settlements Programme
UN-ISDR        United Nations International Strategy for Disaster Reduction
World Bank/Weltbank

ITA-Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 2: Forschung

Leitung: Elena Chiriotti, Frankreich; stellvertretende Leitung: Ron Tluczek, Südafrika; Tutor: Jamal Rostami Member, Iran/USA

Arbeitsgruppe 3: Vertragspraxis beim unterirdischen Bauen

Leitung: Matthias Neuenschwander, Schweiz; stellvertretende Leitung: Martin Smith, Korea; Tutor: Randall Essex, USA

Arbeitsgruppe 5: Gesundheit und Sicherheit im Tunnelbau

Leitung: Donald Lamont, Großbritannien; stellvertretende Leitung: Werner Burger, Deutschland; Tutor: Arnold Dix, Australien

Arbeitsgruppe 6: Instandhaltung und Instandsetzung unterirdischer Bauwerke

Leitung: Henry Russell, USA; stellvertretende Leitung: Ed Taylor, Australien; Tutor: Arnold Dix, Australien

Arbeitsgruppe 9: Seismische Effekte

Leitung: Conrad Felice, USA; stellvertretende Leitung: Wenge Qiu, China; Tutor: Fermin Sanchez, Mexico

Arbeitsgruppe 11: Unterwassertunnel

Leitung: Jonathan Baber, Großbritannien; stellvertretende Leitung: Eelco van Putten, Niederlande; Tutor: Hangseok Choi, Korea

Arbeitsgruppe 12: Anwendung von Spritzbeton

Leitung: Karl-Gunnar Holter, Norwegen; stellvertretende Leitung: Alun Thomas, Dänemark; Tutor: Giuseppe Lunardi, Italien

Arbeitsgruppe 14: Mechanisierter Vortrieb

Leitung: Brian Fulcher, USA; stellvertretende Leitung: Karin Bäppler, Deutschland; Tutor: Søren Degn Eskesen, Dänemark;

Arbeitsgruppe 15: Tunnelbau und Umwelt

Leitung: Cédric Thalmand, Schweiz; stellvertretende Leitung: Nikolai Bobylev, Russland; Tutor: Jeyatharan Kumarasamy, Singapur

Arbeitsgruppe 17: Lange Tunnel in großer Tiefe

Leitung: Magali Schivre, Frankreich; stellvertretende Leitung: Roberto Schuerch, Schweiz; Tutor: Gérard Seingre, Schweiz

Arbeitsgruppe 19: Konventioneller Tunnelbau

Leitung: Nasri Munfah, USA; stellvertretende Leitung: Robert Galler, Österreich; Tutor: Andres Marulanda, Kolumbien

Arbeitsgruppe 20: Innerstädtische Probleme, unterirdische Lösungen

Leitung: Wout Broere, Niederlande; stellvertretende Leitung: Bruce Matheson, Großbritannien; Tutor: Abidemi Agwor, Nigeria

Arbeitsgruppe 21: Life Cycle Asset Management

Leitung: Martin Muncke, Österreich; stellvertretende Leitung: Laetitia d’Aloia-Schwartzentruber, Frankreich; Tutor: Hamdi Aydin, Türkei

Arbeitsgruppe 22: Informationsverarbeitung im Tunnelbau

Leitung: Jurij Karlovsek, Australien; stellvertretende Leitung: Paolo Cucino, Italien; Tutor: Lars Babendererde, Deutschland

Arbeitsgruppe 23: Entwurf und Ausführung von Schächten

Leitung: Siamak Hashemi, Iran; stellvertretende Leitung: Joe Lux, Australien; Tutor: Tarcísio B. Celestino, Brasilien

ITA-Komitees und Junge Mitglieder

ITA-CET – Committee on Education and Training

Leitung: Robert Galler, Österreich; stellvertretende Leitung: Michel Deffayet, Frankreich; Tutor: Eric Leca, Frankreich

ITACET-Stiftung ((engl. ITACET Foundation))

Vorsitzende des Stiftungsrats: Abdullah Al-Mogbel, Saudi-Arabien, und Piergiorgio Grasso (Stellvertretender), Italien; Geschäftsführung: Robert Galler (Vorsitz), Österreich; Michel Deffayet (technisch) und Claude Berenguier (organisatorisch), beide Frankreich

ITA-COSUF – Committee on Operational Safety of Underground Facilities

Leitung: Max Wietek, Österreich; stellvertretende Leitung: Eric Premat, Frankreich; Tutor: Felix Amberg, Schweiz

ITACUS – Committee on Underground Space

Leitung: Han Admiraal, Niederlande; stellvertretende Leitung: Antonia Cornaro, Schweiz; Tutor: Abidemi Agwor, Nigeria

ITA-TECH – Committee on Technologies

Leitung: Nick Chittenden, Vereinigte Arabische Emirate; Tutor: Søren Degn Eskesen, Dänemark

ITAYM – Young Members Group

Leitung: Keith Bannerman, Australien; stellvertretende Leitung: Jasmin Amberg, Schweiz; Tutor: Alexandre Gomes, Chile, und Ruth Gunlaug Haug, Norwegen

Thematisch passende Artikel:

USA

World Tunnel Congress 2016 in San Francisco

Der World Tunnel Congress (WTC) ist jedes Jahr einer der wichtigsten Termine für Tunnelbau-Fachleuten aus Industrie, Verbänden und Wissenschaft. 2016 wird der Kongress an der Westküste der...

mehr
Italien

World Tunnel Congress Neapel, 3.–9. Mai 2019

Der nächste World Tunnel Congress findet vom 3. bis zum 9. Mai 2019 in Neapel, Italien, statt. Diese Konferenz ist ein besonders wichtiger Event für den Bereich Ingenieurwissenschaften und...

mehr
Italien

World Tunnel Congress Neapel, 3.–9. Mai 2019

Archäologie, Architektur und Kunst Tatsächlich beherbergt der Großraum Neapel viele unterirdische Strukturen, die auf das Alte Römische Reich zurückgehen, das den Mittelmeerraum beherrschte....

mehr

ITA-Jahrestagung und World Tunnel Congress 2018 in Dubai

Der vom Tunnelbaukomitee der Vereinigten Arabische Emirate (Society of Engineers of United Arab Emirates, SOE UAE) in Zusammenarbeit mit der ITA organisierte Tunnelkongress trug das Tagungsmotto „Die...

mehr

ITA-Jahrestagung und World Tunnel Congress 2017 in Bergen

Der vom norwegischen Tunnelbaukomitee NFF (Norwegian Tunneling Society) in Zusammenarbeit mit der ITA organisierte Tunnelkongress trug das Tagungsmotto „Oberirdische Herausforderungen –...

mehr