Maschinelle Tunnelvortriebe in stark druckhaften Böden, wie z. B. in quellfähigem Baugrund, hängen neben der korrekten Anpassung der Tunnelvortriebsmaschine an die geologischen Verhältnisse maßgeblich von der Fähigkeit des Tunnelausbaus zur Bewältigung lokaler Schwelldrücke ab. Durch die Entwicklung radial verformungsfähiger segmentierter Tunnelschalen, die die Beanspruchung des Tübbingausbaus durch die Anordnung einer nachgiebigen Stauchschicht und eines stauchfähigen Ringspaltmörtels reduzieren, soll ein schadfreier Lastabtrag ermöglicht werden. Die Verformbarkeit der nachgiebigen Tunnelschalen beeinflusst jedoch die Spannungs- und Dehnungsverteilung um den Tunnel herum und bestimmt somit den Wert des Schwelldrucks. Angestrebt wird deshalb die Entwicklung eines verformungsfähigen Tunnelausbausystems, d. h. ein Material- und Tragwerkdesign, das durch eine Synergie numerischer und experimenteller Verfahren eine optimale Tunnel-Boden-Wechselwirkung gewährleistet.
Brände in Tunneln haben in der Vergangenheit oftmals zu großen Bauwerksschäden geführt, zu deren Beseitigung der jeweilige Tunnel lange gesperrt werden musste. Nicht nur die Reparaturkosten, sondern...
Um wasserführende Bereiche im Baugrund effizient abzudichten, werden im Tunnel- und Schachtbau zementbasierte oder chemische Injektionsstoffe eingesetzt, die unter Druck in das Gebirge eingepresst werden. Für vorauseilende Injektionen kommen bevorzugt auswaschresistente zementgebundene Suspensionen bzw. wasserreaktive Injektionsstoffe auf Polyurethanbasis zur Anwendung. Der Einsatz einer entsprechenden Maschinen- und Gerätetechnik macht hier nun auch eine kontrollierte Verarbeitung von kombinierten Zement-Polyurethan-Suspensionen möglich.
Die jährliche Abhaltung des Geomechanik Kolloquiums hat sich als der Treffpunkt der Fachwelt in Mitteleuropa entwickelt. Die Veranstaltung mit angeschlossener Fachausstellung zieht in der Regel über 800 Teilnehmer an und ist damit weltweit eine der größten jährlich stattfindenden Veranstaltungen auf dem Gebiet der Geomechanik. Aufgrund der Corona-Pandemie fand das 69. Geomechanik Kolloquium 2020 in virtueller Form statt. Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Geomechanik hat beschlossen, das Kolloquium in diesem Jahr wieder im Kongresszentrum Salzburg Congress als Präsenzveranstaltung abzuhalten.
Zuverlässiger Brandschutz spielt bei unterirdischen Haltestellen der Bahn eine besonders entscheidende Rolle. Deshalb hat die DB Station & Service AG mit dem TÜV Nord ein aufwendiges...
Anfang Juli 2021 hat TELT (Tunnel Euralpin Lyon Turin), das französisch-italienische Unternehmen, das für den Bau und das Management des grenzüberschreitenden Abschnitts der neuen Eisenbahnverbindung...
Maschinelle Tunnelvortriebe in stark druckhaften Böden, wie z. B. in quellfähigem Baugrund, hängen neben der korrekten Anpassung der Tunnelvortriebsmaschine an die geologischen Verhältnisse maßgeblich...
Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Geomechanik hat beschlossen, das Geomechanik Kolloquium 2021 wieder im Kongresszentrum Salzburg Congress als Präsenzveranstaltung abzuhalten. Da es...
Die siebte Auflage des ITA Tunnelling and Underground Space Awards ist offiziell gestartet. Seit 2015 sucht und honoriert der internationale Wettbewerb bemerkenswerte Leistungen in der Tunnelbauindustrie.Kandidaturen können bis zum 30. Juni 2021 eingereicht werde.
Betrachtet man eine Injektionskampagne zur Abdichtung von Störzonen im Tunnelbau im Hinblick auf die ermittelte Datenmenge, so ist hier täglich mit bis zu 500 Injektionsstellen zu rechnen, bzw. mit beispielsweise drei Injektionspassen je Meter und nicht selten 50 vorauseilenden Injektionsbohrungen je Abschlag. Bei einer angenommen Bohrtiefe von nur 20 m ergibt dies bereits 3000 Injektionen. Für Bohrungen und Injektionen kommen Geräte zum Einsatz, welche zahlreiche Messwerte und Parameter, wie unterschiedliche Drücke und Durchflüsse sowie Rotationsgeschwindigkeit, aufzeichnen.
Kurz durchgerechnet bedeutet das alleine für eine durchschnittliche 30-minütige Injektion die Erfassung und Verarbeitung von über 5000 Messwerten. Das ergibt in Summe über unfassbare 1 000 000 Messwerte für vergleichsweise konservative 200 Injektionen. Jeden Tag. Und diese Datenflut betrifft nur die geloggten Messreihen der Injektionsarbeiten. Zusätzlich tragen Bohrdaten oder zum Beispiel auch Bauprozessdaten, Verschleißerscheinungen und Reaktionen des Gebirges ebenfalls zur Datenanhäufung bei.