Junge Berufseinsteiger und Studenten aus der ganzen Welt wurden vom ITA-CET-Komitee und der ITACET-Stiftung zu einem Trainingskurs eingeladen, der am 9. und 10. Juni 2017 stattfand. Diese jährliche Veranstaltung wurde im Rahmen des Welttunnelkongresses in Bergen, Norwegen, durchgeführt.
Prüfverfahren zur Bewertung der Dauerhaftigkeit unter Sulfateinfluss
Bislang werden Tübbingtunnel in Mittelgebirgsformationen einschalig und druckdicht ausgeführt, wobei die Abdichtung durch Elastomer-Dichtrahmenprofile erfolgt. Die technische Anwendungsgrenze dieser Bauweise liegt bei etwa 5 bar. Bei darüber hinaus gehendem Wasserdruck ist eine wesentlich aufwändigere – und damit teurere – zweischalige Konstruktion mit einer zusätzlichen Dränageschicht zwischen Innen- und Außenschale erforderlich. In jüngerer Vergangenheit wird vermehrt die Ausführung einer Dränageschicht beim maschinellem Tunnelvortrieb und Tübbingausbau mittels eines wasserdurchlässigen Materials für die Ringspaltverpressung in der Fachwelt diskutiert, wodurch der Einbau einer zusätzlichen Innenschale mit Dränageschicht zwischen Innen- und Außenschale dann nicht mehr erforderlich wäre.
Der Tunnel unter der Bundesautobahn (BAB) A8 liegt auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb, die von der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen–Ulm gequert wird. Über das Großprojekt und den Planfeststellungsabschnitt (PFA) 2.3 Albhochfläche wurde bereits an anderer Stelle in der Zeitschrift tunnel berichtet. Der Tunnel liegt in der Nähe des Streckenhochpunktes, im dritten Streckenabschnitt des rund 21 km langen Planfeststellungsabschnitts.
Wenn der Platz knapp wird in Großstädten, wird in die „dritte Dimension“ gebaut, schon seit langer Zeit. Der moderne Hochhausbau verdichtet die Stadtzentren in Ballungsgebieten bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts, die ersten Wolkenkratzer erschienen vor beinahe 100 Jahren auf der Bildfläche. Die erst vor wenigen Monaten gegründete Schweizer Initiative SCAUT richten den Blick allerdings nicht in die Höhe: „Die dritte Dimension führt ja eben auch noch in die andere Richtung – nach unten“, so Felix Amberg, Präsident des Fördervereins SCAUT.
Am Vormittag des 12. August 2017 war es zu einem Einbruch von Wasser und Erde in die im Bau befindliche östliche Röhre des Rastatter Tunnels gekommen. Oberbau und Gleise der darüber führenden...
Im Zusammenhang mit dem Tunnelbau werden mit unterschiedlicher Zielstellung Injektionen ausgeführt. Ein wesentliches Ziel ist die Abdichtung des unmittelbar an den Tunnel angrenzenden Gebirges um einen Wassertransport außen entlang der Tunnelschale zu verhindern. Das ist besonders dann wichtig, wenn mit dem Tunnel sowohl wasserführende als auch wasserempfindliche Schichten des Gebirges durchfahren werden und ein Wassertransport zu den wasserempfindlichen Schichten unterbunden werden muss. Abdichtende Gebirgsinjektionen sind darüber hinaus angezeigt, wenn die Bauweise des Tunnels zwischen offener und geschlossener Sohle wechselt oder zur Unterbindung von Längsläufigkeiten Abdichtungsbauwerke erforderlich werden. Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit der Eignung von Injektionsstoffen für die genannte Zielstellung.
Mehr als 15 km der im Stadtgebiet von Stuttgart liegenden Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm liegen im anhydritführenden Gipskeuper, der bei Wasserzutritt quillt. Aufgrund der dabei entstehenden Quelldrücke und der quellbedingten Verschiebungen ist es in der Vergangenheit bei vielen Tunneln zu großen Schäden gekommen. Deshalb werden die entsprechenden Abschnitte der Tunnel im Stadtgebiet von Stuttgart absolut trocken aufgefahren.
Digitalisierung am Bau bringt einen entscheidenden Vorsprung: Laut Studien sind derzeit noch bis zu 57 % der Arbeiten im Bauprozess nicht wertschöpfend, verursacht durch Fehler und Mängel, Warte- und Suchzeiten, schlecht abgestimmte Abläufe und mangelnde Kommunikation. Mit der Digitalisierung kann es künftig gelingen, diese Potenziale zu nutzen. Ermöglicht wird das durch den Einsatz von innovativen Technologien wie Concremote. Die Sensorlösung von Doka liefert Daten zur Temperatur- und Festigkeitsentwicklung von Beton in Echtzeit.
Montag, der 17. Juli 2017, begann für viele Pendler in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur besonders komfortabel – mit der ersten Fahrt in der neuen Linie 1 des „Klang Valley Mass Rapid Transit“-Metro-Systems (KVMRT). Die 51 km lange Metro-Linie verbindet die Hauptstadt mit den umgebenden Gebieten und ist Teil des staatlichen Konzepts, ein belastbares Rückgrat in den öffentlichen Nahverkehr für den Großraum Kuala Lumpur und die Klang-Valley-Region einzuziehen. Die Metro von Sungai Buloh nach Kajang (Linie 1/SBK Line) ist die erste von insgesamt drei geplanten Metro-Strecken.
Im Herbst 2014 übernahm das chinesische Unternehmen LNSS (Liaoning Censcience Industry Co. Ltd.) die Caterpillar Tunneling Canada Corporation und erwarb damit sämtliche Rechte am geistigen Eigentum des früheren TBM-Herstellers Lovat. Die neue Firma „Lovsuns Tunneling Canada“ wurde dann in Toronto gegründet.
Im Januar 2017 verlagerte Lovsuns die TBM-Produktion aus Kanada nach China in die Werke von LNSS. Der freie Journalist Roland Herr sprach mit Hongyu Xue, Managing Director von Lovsuns Tunneling Canada, über die Gründe für diese Umsiedlung der TBM-Produktionsstätten, über Lovsuns‘ angestrebte Rolle auf dem TBM-Markt in den kommenden Jahren und über seine Meinung zum wachsenden Einfluss Chinas auf dem Gebiet des maschinellen Tunnelvortriebs.