Deutschland

NBS Stuttgart–Ulm: Tunnelvortrieb für Große Wendlinger Kurve gestartet

Die Deutsche Bahn hat am 30. März 2023 mit dem Vortrieb für den Tunnel der Großen Wendlinger Kurve begonnen. Über die Kleine und die Große Wendlinger Kurve wird die bestehende Bahnstrecke Stuttgart–Tübingen mit der im Rahmen von Stuttgart 21 entstehenden Infrastruktur verbunden.

Am 30. März 2023 hat der bergmännische Vortrieb für den Tunnel der Großen Wendlinger Kurve begonnen
Credit/Quelle: Jannik Walter/DB Projekt Stuttgart–Ulm

Am 30. März 2023 hat der bergmännische Vortrieb für den Tunnel der Großen Wendlinger Kurve begonnen
Credit/Quelle: Jannik Walter/DB Projekt Stuttgart–Ulm
Die eingleisige Wendlinger Kurve ist Teil des Projekts Stuttgart 21 und schafft eine Verbindung zwischen der neuen Eisenbahninfrastruktur in und aus Richtung Stuttgart und der Neckartalbahn aus Richtung Metzingen, Reutlingen und Tübingen.

Ein zweites Gleis war im Rahmen von Stuttgart 21 als Option ohne bauliche Vorkehrungen vorgesehen. Aufgrund der zu erwartenden Vorteile eines zweiten Gleises für den Schienenverkehr in der Region beauftragte das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg die Deutsche Bahn, diese Ergänzung des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm zu planen und das Große Wendlinger Kurve genannte zweite Gleis zu bauen.

Die parallel zur Kleinen Wendlinger Kurve verlaufende zweite Verbindungskurve wird am Ortsrand von Oberboihingen aus der Neckartalbahn ausfädeln und dann in einem Tunnel die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm unterqueren. Von dort aus führt die Strecke weiter in Richtung Flughafen.

Übersicht der Großen Wendlinger Kurve im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm
Credit/Quelle: DB Projekt Stuttgart–Ulm

Übersicht der Großen Wendlinger Kurve im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm
Credit/Quelle: DB Projekt Stuttgart–Ulm
Das Projekt wurde aufgrund des Bau- und Planungsfortschritts bei der Neubaustrecke und der Kleinen Wendlinger Kurve in zwei Abschnitte aufgeteilt: Der bereits im Rohbau fertiggestellte erste Abschnitt umfasst die Einschleifung in die Neubaustrecke und deren Unterquerung. Diese Unterquerung wurde in Deckelbauweise erstellt, um den Baufortschritt der Neubaustrecke nicht zu behindern. Der zweite Abschnitt umfasst den bergmännisch zu bauenden Tunnel von der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm bis zur Ausschleifung aus der Neckartalbahn in Oberboihingen.

Einschließlich der oberirdischen Strecke hat die Große Wendlinger Kurve eine Gesamtlänge von rund 1600 m. Der bergmännische Tunnel wird sich über 660 m erstrecken, und der bereits fertiggestellte Tunnel in Deckelbauweise hat eine Länge von 110 m. Gebaut wird der bergmännische Tunnel von einer Arbeitsgemeinschaft der Ed. Züblin AG und der Firmengruppe Max Bögl. Die Vergabesumme für dieses Tunnelprojekt beläuft sich auf rund 40 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme der Großen Wendlinger Kurve ist für Dezember 2026 vorgesehen.

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