Deutschland

Stuttgart 21: Durchschlag am Flughafentunnel – alle Tunnel fertig gegraben

Die Deutsche Bahn hat sämtliche Tunnel des Projekts Stuttgart 21 erfolgreich vorgetrieben. Insgesamt haben die Mineure rund 56 Kilometer Tunnel gegraben. Mit dem letzten Tunneldurchschlag am 14. September 2023 im neuen Flughafentunnel wurde ein Meilenstein des Projekts Stuttgart 21 erreicht.

Die Tunnelbauarbeiten für den Flughafentunnel  wurden am 14. September 2023 beendet. Damit sind knapp zehn Jahre nach dem Baustart, alle Stuttgart-21-Tunnel fertig vorgetrieben
Credit/Quelle: DB AG/Arnim Kilgus

Die Tunnelbauarbeiten für den Flughafentunnel  wurden am 14. September 2023 beendet. Damit sind knapp zehn Jahre nach dem Baustart, alle Stuttgart-21-Tunnel fertig vorgetrieben
Credit/Quelle: DB AG/Arnim Kilgus
Der Flughafentunnel ist Teil des Planfeststellungabschnitts 1.3a, der von einer ARGE der Unternehmen Züblin und Max Bögl gebaut wird. Der rund 2,2 km lange Tunnel besteht aus zwei Röhren. Er wird über einen neuen unterirdischen Bahnhof den Flughafen und die Messe an das Fern- und Regionalbahnnetz anbinden. Der Abschluss des Tunnelvortriebs wurde von hochrangigen Vertretern der Deutschen Bahn, der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, der Europäischen Kommission, des Stuttgarter Flughafens sowie der Baubranche mit weiteren Ehrengästen feierlich begangen.

Acht Tunnel in zehn Jahren

Im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 wurden innerhalb der letzten zehn Jahre acht Tunnel gegraben, die zum Großteil aus zwei Röhren bestehen und insgesamt 56 256 m Tunnelstrecke umfassen:

Tunnel Bad Cannstatt

Tunnel Feuerbach

Tunnel Flughafen

Fildertunnel

Tunnel Obertürkheim

S-Bahn-Tunnel zwischen Haltestelle Mittnachtstraße und der S-Bahn-Station Hauptbahnhof

S -Bahn-Tunnel Rosenstein

Tunnel Untertürkheimer Kurve

Der Abschluss der Tunnelvortriebe beim Projekt Stuttgart 21 wurde mit vielen Ehrengästen feierlich begangen (von links): Carsten Poralla (Geschäftsführer Non-Aviation der Flughafen Stuttgart GmbH), Bernhard Bauer (Vorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart–Ulm), Winfried Hermann (Minister für Verkehr Baden-Württemberg), Dr. Arina Freitag (Tunnelpatin und Chief Financial Officer TenneT Holding BV), Dr. Volker Wissing (Bundesminister für Digitales und Verkehr), Berthold Huber (Vorstand Infrastruktur Deutsche Bahn AG), Dr. Frank Nopper (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart), Herald Ruijerts (Direktor Investitionen, Innovativer & Nachhaltiger Verkehr Europäische Kommission), Jörg Rösler, Mitglied des Vorstands, Strabag SE
Credit/Quelle: DB AG/Reiner Pfisterer

Der Abschluss der Tunnelvortriebe beim Projekt Stuttgart 21 wurde mit vielen Ehrengästen feierlich begangen (von links): Carsten Poralla (Geschäftsführer Non-Aviation der Flughafen Stuttgart GmbH), Bernhard Bauer (Vorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart–Ulm), Winfried Hermann (Minister für Verkehr Baden-Württemberg), Dr. Arina Freitag (Tunnelpatin und Chief Financial Officer TenneT Holding BV), Dr. Volker Wissing (Bundesminister für Digitales und Verkehr), Berthold Huber (Vorstand Infrastruktur Deutsche Bahn AG), Dr. Frank Nopper (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart), Herald Ruijerts (Direktor Investitionen, Innovativer & Nachhaltiger Verkehr Europäische Kommission), Jörg Rösler, Mitglied des Vorstands, Strabag SE
Credit/Quelle: DB AG/Reiner Pfisterer
Alle diese Tunnel sind vollständig vorgetrieben. In mehreren Tunneln liegen zudem mittlerweile bereits die Schienen: Mehr als 60 km feste Fahrbahn wurden bislang eingebaut und reichen teilweise bereits bis an den künftigen Hauptbahnhof heran.

Symbolischer Baustart für die Stuttgart-21-Tunnel war am 4. Dezember 2013 im Tunnel Obertürkheim. Gegraben wurden die Tunnel sowohl mit Tunnelvortriebsmaschinen als auch mit der konventionellen Bauweise, das heißt mit Baggern, Sprengungen und Meißeln. Zeitweise wurde mehr als ein Kilometer Tunnel pro Monat vorgetrieben.

Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn: „56 Kilometer Tunnel, gebaut mitten in der Großstadt, unter der Messe, mitten in einem Flughafengelände, unter dem Neckar, unter dem Fernsehturm – die Herausforderungen waren zahlreich. Jetzt ist der Tunnelvortrieb vollendet. Die Mineure können stolz auf sich sein. Ihr Schaffen unter Tage ist wesentlich für die Mobilitätswende, von der Millionen Menschen und der Güterverkehr profitieren.“

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