2. Stammstrecke München: Bohrtechnik für die
Hebungsinjektionen im Umfeld der Station Marienhof
Das zentrale Zugangsbauwerk zum neuen Haltepunkt Marienhof der 2. S-Bahn-Stammstrecke wird in Schlitzwand-Deckelbauweise hergestellt. Mit 5 Aussteifungsebenen und einer Tiefe von 42 m entsteht so die bislang tiefste Baugrube Deutschlands mitten in der Münchner Innenstadt. Zusätzlich werden aus der Baugrube am Marienhof heraus auch die Bahnsteigröhren des Haltepunktes und ein Verbindungstollen zur bestehenden U-Bahn U3/U6 in bergmännischer Bauweise unter Druckluft vorgetrieben. Zur Sicherung der Bebauung und zur Kompensation von möglichen Setzungen werden die Gebäude und die bestehenden U-Bahn-Röhren oberhalb der herzustellenden Bahnsteigröhren mit einem Hebungsinjektionsschirm unterfangen.
Im Einflussbereich der herzustellenden Bahnsteigröhren befinden sich sensible Bestandsgebäude und -tunnel. So liegt östlich der Baugrube die Kaiserresidenz „Alter Hof“, der älteste Gebäudekomplex Münchens. Rund um den Marienhof gibt es zudem zahlreiche Gebäude mit hochwertiger Nutzung. In unmittelbarer Nähe zum Zugangsbauwerk und mit geringem vertikalen Abstand zu den herzustellenden Bahnsteigröhren verlaufen die Bestandstunnel der U-Bahn-Linie U3/U6, die während der gesamten Baumaßnahmen unter Normalbetrieb weiter genutzt werden. Diese sensible Bestandsbebauung...
