Der Vortrieb der ersten Röhre des Tunnels Rastatt auf der Aus- und Neubaustrecke Karls-
ruhe–Basel wurde Ende Mai 2016 planmäßig aufgenommen. Nach dem sogenannten fliegenden Start der Tunnelvortriebsmaschine (TVM) und der Durchörterung des sich an die Baugrube anschließenden DSV-Dichtblocks, konnte die ARGE Tunnel Rastatt (Ed. Züblin AG und Hochtief Solutions AG) den Regelvortrieb aufnehmen. Nach knapp 100 m Vortrieb wurde die Bundesstraße 36 erfolgreich unterquert und im Anschluss die Vereisungsstrecke der Federbachniederung bewältigt. Mit einer durchschnittlichen Bruttovortriebsleistung von 11 m pro Tag wurden die ersten 1000 m bis Mitte September 2016 aufgefahren. Der vorliegende Artikel setzt den Projektbericht aus tunnel 1/2016 zum Bau des rund 4,3 km langen Bahntunnels Rastatt fort.
In Südflorida hat das Bauunternehmen Bessac im Februar 2016 die Arbeiten am Norris Cut Tunnel in schwierigster Geologie abgeschlossen. Norris Cut ist eine schmale Zufahrt in die Biscayne Bay...
Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat Mitte Oktober 2016 in Untertürkheim mit dem Bau des S21-Tunnels Untertürkheimer Kurve begonnen. Im ersten Bauschritt werden der Trog gebaut, in dem die...
Die Variation der Konsistenz des Stützmediums zwischen Bentonitsuspension und Erdbrei in Abhängigkeit vom aktuell durchfahrenen Baugrund ist das wesentliche Merkmal der Variable-Density-TBM (VD-TBM) von Herrenknecht. Für diesen speziellen Maschinentyp wurde ein Stützmedium mit erhöhter Dichte entwickelt, welches den Übergang von flüssig zu pastös zuverlässig abdeckt – das High Density Support Medium (HDSM). Bei ihrem ersten Einsatz für das Klang Valley MRT-Projekt in Kuala Lumpur durchörterten die VD-TBMs verkarsteten Kalkstein. Dieser besteht gleichzeitig aus Bereichen von Festgestein und Lockergestein. Mithilfe der HDSM kann die Ortsbruststützung in dieser ansonsten schwierig zu beherrschenden Geologie zuverlässig aufrechterhalten werden.
Im September 2016 fand die 34. Baugrundtagung der DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik) mit begleitender Fachausstellung Geotechnik in der Stadthalle Bielefeld statt. Rund 1200 Teilnehmer...
Im September 2016 fand die 34. Baugrundtagung der DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik) mit begleitender Fachausstellung Geotechnik in der Stadthalle Bielefeld statt. Rund 1200 Teilnehmer...
„Västlänken“ – zu Deutsch: Westanbindung – ist ein Eisenbahntunnel, der unter dem Stadtzentrum von Göteborg geplant ist. Ab 2026 sollen drei neue unterirdische Bahnhöfe mehr Pendlern den Arbeitsweg erleichtern und die Anbindung an die Innenstadt verbessern. Durch kürzere Fahrtzeiten soll die Expansion des Arbeitsmarktes begünstigt und das Wachstum in der Region sowie eine nachhaltige Entwicklung vorangetrieben werden. Den Umweltschutz und die vorhandene Bebauung betreffend, halten einige Gebiete, die von der Westanbindung gekreuzt werden, große geotechnische, hydrogeologische und technische Herausforderungen bereit
Vom 15. bis zum 17. Juni 2016 veranstaltete die Swiss Tunnelling Society – Fachgruppe Untertagbau (FGU) des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) – den 15. Swiss Tunnel Congress im Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Rund 800 Besucher nahmen am Vortragsprogramm teil. Das Swiss Tunnel Colloquium für Studierende, junge Ingenieure und Praktiker erreichte am ersten Tag eine Teilnehmerzahl von 400, womit der 15. Swiss Tunnel Congress (STC) der bislang am besten besuchte ist.
17 Jahre nach dem ersten Spatenstich wurde am 1. Juni 2016 der Gotthard-Basistunnel feierlich eröffnet; der fahrplanmäßige Betrieb beginnt am 11. Dezember – Grund genug, dieses Zeugnis moderner Baukunst mit einem speziellen Tunnelbau-Forum an der RWTH Aachen University zu würdigen. Die Veranstaltung unter dem Titel „Erfahrungen und Lehren aus Großprojekten“ findet am 18. November 2016 in der Fakultät für Bauingenieurwesen statt. Gleichzeitig soll mit einer Ausstellung an die nicht weniger bewundernswerten Pionierleistungen bei den historischen Alpendurchstichen vor weit über 100 Jahren erinnert werden.
Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm ist Teil der neuen transeuropäischen Magistrale Paris–Budapest/Bratislava. Die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm als Bestandteil des Projekts quert die Schwäbische Alb und wird von der Planfeststellung in die Abschnitte Albvorland, Albaufstieg, Albhochfläche, Albabstieg und Umbau Bahnhof Ulm unterteilt. Der 962 m lange Tunnel Widderstall liegt auf der Albhochfläche in der Nähe des topografischen Hochpunktes der Strecke. Er wird in offener Bauweise errichtet; die Gesamtkosten werden 37 Millionen Euro betragen.